[Titel einfügen]

4 07 2009

Ich bin erkältet und esse Kirschen. Und es ist mal wieder Zeit zu bloggen. Momentan geniesse ich meine Ferien. An der Sonne liegen, Filme schauen, lesen, mit Freunden grillieren, ausgehen und… erkältet sein.

Was mich vor allem seit heute Morgen beschäftigt (und mich drum auch bewegte, hier was zu schreiben): Ich suche den Ursprung einer Filmszene, die immer wieder auch in aktuellen Filmen vorkommt. Zwei Liebende nach einer langen Trennungzeit, rennend. Grossaufnahme des Mannes, dann der Frau, and again, aufeinanderfolgend bis sich die beiden in die Arme fallen. Das ganze in Zeitlupe mit einer richtig kitschigen Musik, vielleicht die aus Chariots of Fire. Kennen alle. Kommt als Parodie in Shrek 2, Ice Age 3, Madagascar vor. Meines Wissens nach auch in einigen romantischen Komödien.

Aber woher stammt das Original?
Mir kommt es vor, als könnte es von einem schwarz-weiss Film kommen, irgendetwas schnulziges, romantisches. Vielleicht ab Ende 30er Jahre, bestimmte Montagetechniken müssen schon bekannt sein

Vielleicht gibt es gar kein Original und ich zerbreche mir umsonst den Kopf. Ich geh jetzt wieder an die Sonne. Und esse Kirschen.





FRUST

19 06 2009

Dass ich keine der beiden Wohnungen kriege, kann ich ja verkrampfen. An junge Studentinnen der philosophischen Fakultät und deren Kunststudenten-Mitbewohner gibt man halt nur ungerne schicke Wohnungen ab. Aber dass die Achtung-Original!-Dokumente, die wir gegen Barbezahlung beim Amt haben abholen müssen, zerstört worden seien, weil das nun halt einfach nach einem Monat getan werde, obwohl die Wohnung noch frei ist….aarrrh!

Wie logisch ist das denn bitte?! Als ob ich mich viel zu früh angemeldet hätte, als ob ich wissen konnte, dass plötzlich noch jemanden in den Sinn kommen würde, dass die Wohnungen ja noch umgebaut werden müssen und ich dementsprechend warten muss bis sie jemandem abgegeben werden kann. Ja, los, zerstört dann mal einfach irgendwelche Dokumente. Ich kann mir ja wieder welche auf dem Amt erkaufen. Stört mich bestimmt überhaupt nicht. Wenn sie lange genug rumlagen, sind die eh unwichtig, gnagnagnaaa. FRUST.
Ich hätte ernsthaft Lust etwas zu zerstören. Ich glaub, ich schaue jetzt From Hell. Und höre Metal dazu.





Linguistik, Comics und Stop-Motion

24 05 2009

Ich gestehe, ich hab heute keinen Fuss vor die Haustüre gesetzt. Jaaa, bei dem Wetter, ich weiss. Dafür kenn ich mich jetzt mit den Konversationmaximen von Grice aus und weiss den Unterschied zwischen Anaphorik und Kataphorik. Quark-Linguistik. Mathematik mit Buchstaben, wenn das mal keine Vergewaltigung der Sprache ist. Ich meine, wieso ist einer auf die beschissene Idee gekommen, die Sprache in ihre kleinsten Teile zu zerfetzen und dann anhand seltsamer Abkürzungen wieder zusammenzusetzen? Sonst nichts zu tun?
Wie auch immer. Jetzt kann ich wenigstens mit gescheitklingenden Wörtern um mich werfen. Und Sonnenbrand hab ich auch keinen gekriegt. Yeah!

Mit grosser Freude habe ich diese Woche herausgefunden, dass DC Comics auf ihrer Website die ersten Ausgaben gewisser Graphic Novels und Comics zum freien Download anbieten. Find ich super, obwohl es Lust auf mehr macht. Aber andererseits muss ich mich jetzt in der Bibliothek nicht mehr darum abmühen, den ersten Band zu suchen. Dafür den zweiten. Hoho. (Hitze macht schwachsinnig, tut mir Leid.)

Zum Schluss noch ein sehr schönes Stop-Motion Video das ich bei Emmy gesehen habe, etwas Gondry-like, auf alle Fälle zum liebhaben. Nur einbinden kann ich es nicht. Darum: Klicken und freuen. Das Making Of ist übrigens auch einen Blick wert. Und ich wende mich jetzt wieder der Generativen Transformationsgrammatik zu. Klingt doch super.





Bachelor

18 05 2009

Ich bin grad so happy, Patrick Wolfs neues Album per Myspace streamen zu können, dass darüber gleich ein Eintrag verfasst wird. Obwohl ich sonst nicht weiss, was ich schreiben soll. Ich finde auf jeden Fall, dass das Ganze bis jetzt huren gut klingt. Viele Songs sind dank Violine und Harfe leicht keltisch angehaucht, was es bestimmt nicht schlechter macht. Ein Lied überzeugend beenden kann Herr Wolf allerdings weniger gut. Er zerfetzt sie gegen Schluss, löst sie auf, bis nur noch vereinzelte Instrumente um Atem ringen und schliesslich verblassen. Naja, der Schwerpunkt liegt ja nicht im Ende. Die Website ist übrigens auch wieder on – aber mehr Marketing als Musik. Wobei ich zugeben muss, dass seine Bilder links oben doch sehr schick sind. Ach, super, super, super. Vielleicht bin ich auch einfach ein Fangirl und steigere mich zu fest in so Zeugs rein.

btw: Gerade im offiziellen Fanforum gefunden und schmunzeln müssen:

The Common Room: Moderated banter on all the important stuff: sex, religion and Doctor Who.





Requiem for a Dream

8 05 2009


Moment, ich muss atmen.
Ich bin beeindruckt. Und schockiert. Ich hatte während des ganzen Filmes das Gefühl, in einem tranceähnlichem Zustand zu sein. Liegt bestimmt auch an der Montagetechnik – schnell und repetitiv. Genauso wie die Musik, sie geistert jetzt noch in meinem Kopf rum.

In letzter Zeit hatte ich oft das Gefühl, dass ich mich von Filmen immer weniger beeindrucken lassen könne. Gewalt, Sex, Schockierendes – irgendwann sieht alles ähnlich aus, wie schon da gewesen. Anstatt nach dem Film unbedingt über ihn reden zu müssen und danach schlecht zu schlafen, zuckt man mit den Schultern und beschäftigt sich schon bald mit etwas anderem. Aber jetzt zucke ich nicht mit den Schultern, sondern schreibe einen Blogeintrag.

Erzählt werden die Schicksale von vier Menschen, die sich selbst nach und nach aufgeben, fallenlassen in ihre Abhängigkeit.
Dabei war am Anfang alles so gut. Die Mutter hatte wieder Hoffnung gefunden, das junge Paar gemeinsame Liebe. Und der beste Freund sah so optimistisch aus. Dann -  bergab. Ich hab mitgelitten, als Harry am Telefon Marion versprach, er werde “soon” wieder zurück sein, das Wort mehrmals wiederholend, als wolle er es sich selbst versichern, sein Arm eine Katastrophe vom schlechten Gebrauch der Spritze. Und vor allem auch, als seine Mutter vollends Halt verliert, in ihren Wahn abdriftet und eingeliefert werden muss.

Ich hab mich am Ende gefühlt, als wäre auch ich fallengelassen worden. Plötzlich ist es fertig. Und man sitzt da, als hätte man gerade einen Schlag mitten ins Gesicht abgekriegt.





Einseitigkeit

5 05 2009

dscn5536

Eigentlich hätte mein nächster Eintrag über Watchmen sein sollen. Über den Film und über den Comicband. Ich hatte mir schon Bemerkungen notiert, die ich irgendwie einbinden wollte: Wieso sich die Flecken auf Rorschachs Gesichtslaken bewegen, das mache mich ganz nervös. Oder ob Hollis Mason im Buch nicht…männlicher war? Aber schliesslich werde ich überhaupt keine blöden Fragen stellen und auch keine pseudointellektuelle Rezension von unwichtigen Details die in Film und Buch anders sein sollen darlegen (Verbattacke) – denn ich muss trauern.
Meine Kopfhörer. Ich hatte schon am Wochenende bemerkt, dass das eine Kabel nur noch knapp hielt, aber es ging schon noch – dachte ich. Jetzt ist es eingerissen. Und statt Dolby Surround hab ich Mono. Auf einem einzigen Ohr. Und ein runterhängendes Kabel. Und ein gebrochenes Herz. Diese Kopfhörer waren (sind.. ach!) mein Ein und Alles, sie haben mich durch gute und schlechte Musik begleitet, durch so manchen Film und durch Messengertöne. Ich bouncte mit ihnen im vollen Zugabteil, hörte nicht mal das Baby weiter hinten schreien, wenn ich sie anhatte. Und sah ausserdem noch cool aus.
Und jetzt…jetzt bin ich kopfhörerlos. Und sehr, sehr traurig.





schpinsiech

23 04 2009

“I ha schach gschpiut, aber nachere gwüsse mängi wotka isches eim enorm glich, weli müglechkeite daster anger het u überhoupt manis jedem gönne wener gwint, wener scho gwinne wot.”

Ich habe heute “Ter Fögi ische Souhung” von Martin Frank fertiggelesen. Es ist ein zweifach besonders Buch: Erstens mal handelt es von einem ca. vierzehnjährigen Jungen, der sich in einen zehn Jahre älteren Mann verliebt. Nach und nach wird er zu seinem Freund und Sexsklaven, schliesslich geht er für ihn auf den Strich. Und das natürlich alles aus Liebe. Wie romantisch.
Besonders ist es auch, weil es auf haupärndütsch ist. Shoking!
Klingt ironisch, ich weiss. Aber 140 bärndütsche Seiten zu lesen, ist wirklich ziemlich ungewöhnlich. Und vor allem gewöhnungsbedürftig.

.“Well, u so bini o iglade worte bimne richtige komerzielle sexfium mizschpile (…) ude nachane usgwäuti liebeszene bueb-meitschi, meitschi-meitschi, meitschi-bueb-meischti. Nid fiu fantasie di fiumchlöis.”

Die einzigen schweizerdeutschen Bücher die ich bisher je in den Fingern hatte, waren Guetnachtgschichtli – und da war ich auch gut zehn Jahre jünger. Die homosexuellen Sexszenen sind da doch ein eher krasser Gegensatz dazu. Interessant ist das Buch trotzdem. Und zeitweise auch recht amüsant geschrieben. Wem die gewöhnliche Schriftsprache also mal zu langweilig sein sollte..

“I gloube dä Wauterli isch öpe zäni xi, fierti füfti klass. Är hepmer ones piud zeigt, woner fom Mick Jagger zeichnet het, i hoffe der Mick isch nid würklech sone tante wi uf däm biud.”

Ah, äh – ich habe gerade einen Vortrag über Mundartliteratur gehalten, deswegen das Ganze…
Diese Darstellung geht sooooowas von gar nicht. Redesign muss irgendwann her.





Nerdiges Freiluftimprotheater ohne Publikum

20 04 2009

Ich oute mich: Ich larpe.

Das Wort gibts vielleicht gar nicht, aber die Tätigkeit sehr wohl. Das hat nichts mit Schlarpen oder mit Lappen zu tun, sondern mit Fantasy und Rollenspiel. Dabei verkleidet man sich und rennt dann mit einer Gummiwaffe im Wald umher um Orks zu jagen.

Kleine Änderungen, damit es etwas korrekter wird: Verkleidungen gibt es nicht, schliesslich ist man gewandet, ausserdem ist es eine Latexwaffe und im Wald renne ich persönlich auch kaum rum, da gar keine Orks vorhanden sind. Sondern Untote. Und die kommen auch von alleine aus dem Wald. Meistens. Manchmal weiss man OT nämlich genau, dass schon lange ein Angriff fällig wäre, da man schon seit Stunden keinen NSC mehr in der Gegend gesehen hat und annehmen darf, dass sie alle auf dem Hügel oben stehen und sich vorbereiten um brüllend runterzurennen und alles abzuschlachten was noch Hirn hat. (Okay, rennen tun sie auch nicht, eigentlich.) Und dann passiert nichts – bis zwei Uhr morgens, als man gerade schön im Bett liegt. In einem solchen Fall lässt man die Gerüsteten das Ganze erledigen, denn obwohl man das Geschrei (Latexwaffe auf Bein), Gefluche (Latexwaffe auf Baum) und Gescheppere (Latexwaffe auf Rüstungsteil) kaum überhören kann, weiss man genau, dass eh alles schon vorbei sein wird bis man die drei Gewandungen und sieben Gürtel samt Lederbeutel anhat. Morgens kann man dann anhand der Augenringe und jeweiliger Laune erkennen, wer Wache gehalten hat und sich somit mit den Zombies rumschlagen durfte.

NSC sind übrigens Nichtspielercharakter. Solche die erst nach der Anmeldung wissen, was sie spielen werden, dafür aber im Voraus schon wissen, wie der Plot aussieht und wer wie gewinnen wird. Sie essen in unregelmässigen Abständen, weil sie sich zu Essenszeiten für den nächsten Angriff umziehen müssen. Überhaupt ziehen sie sich von allen Spielern (bzw. Nichtspielern, haha) am meisten um, da sie ständig zu gegebener Zeit von einer Rolle zur nächsten hüpfen dürfen. Sie sind die einzigen, die eine Ahnung von Zeit haben, und das, indem sie auf eine Uhr schauen, und nicht nur in den Himmel blicken um dann Handgelenk mal Pi zu meinen, es sei wahrscheinlich Nachmittag, so wie die Sonne gerade steht. Dafür dürfen sie aber bei Schlachten ohne ungutes Gefühl sterben, da sie eh gleich wieder aufstehen dürfen um eine Stunde später als anderer Charakter wieder in den Kampf zu ziehen.

Larp ist aber nicht nur rumrennen und kämpfen. Es ist auch unnötige oder lebenswichtige Dinge an- oder verkaufen, Rätsel lösen, Trink- und Würfelspiele bei Kerzenlicht, rumgauklern und dieben (ja, es muss kleingeschrieben sein), den Wald nach Spuren oder Edelsteinen absuchen, mit schlammigen Wanderschuhen an heiligen Ritualen teilnehmen, Gerüstete Blechmenschen auslachen und selber verarztet werden müssen, mit Kunstblut rumspritzen, Erfahrungen austauschen, tolle Gespräche und vor allem spielen.

Interessant finde ich immer wieder, wie man am letzten Tag nach der grossen Endschlacht und ebenso grossem Hausputz entdecken kann, dass der weise Magier mit Abneigung zu Kobolden eigentlich Wirtschaftsstudent ist und die kräftige Söldnerin in Wirklichkeit Autos repariert. Und dass all diese auch in Jeans um Baumwollshirt rumlaufen, nicht nur in Leinengewand und Lederrüstung. Die grossen Waffen kommen dann in stinknormale Sporttaschen und nach Hause kommt man mit dem Zug, wo man langsam merkt, dass man aus diesem fernen Land als Souvenir (je nach Rolle) einen Muskelkater und viel Dreck mitbringt. Oder viel Silber und Kupfer. Oder auch nur Vorfreude aufs nächste Larp.

Ach wie schön, ich krieg immer so rührende Schlussworte hin.





Warum ich meine Mitbewohner ja doch mag (manchmal)

1 04 2009

Denn manchmal nerven mich meine Mitbewohner abscheulichst. Manchmal waschen sie nicht ab. Zwei Tage lang. Oder sie ersetzen den vollen 35 Liter Göselsack durch einen 110 Liter Sack und füllen ihn gleich mal zu Beginn mit Essensresten. Manchmal hören sie auch total laut total schlechte Musik.

Manchmal finde ich sie auch einfach nur komisch. Ich hab diese Woche erfahren, dass wenn einer der Mitbewohner “Hihowareyou” sagt und in seinem Zimmer verschwindet, man nicht antworten muss. Sonst kommt er aus seinem Zimmer geeilt, schaut ganz betroffen drein und meint:

“Sorry, you said something?”

Manchmal nerven mich auch unsere Unterhaltungen. Grosses No-Go: Ironie.
“Heute kam der Hausabwart vorbei, die Wohnung sei dreckig! Dabei war sie noch nie so sauber” – “Naja, wir wohnen ja auch in einem Museum und nicht in einer Wohnung..” – “Äh.” (Starrender Blick.)

Manchmal reden wir auch aneinander vorbei.
Erster Mitbewohner (fröhlich zum Thema “Gemeinsamer Abend”): “We decided to do raclette instead of fondue, so you can participate, since you don’t like fondue.”
Ich: “Oh.. but I won’t be here that evening…so you can do fondue if you want to.”
Zweiter Mitbewohner (Fernsehschauend): “No, but we’re actually planning to do raclette.”
Ich: (”D’uh.”)

Und an manchen Tagen reden wir gar nicht. Typische Küchenkonversation:

“Hey.” – “Hey.”

Und weil ich ja mal nicht so sein will, doch noch die schönen Seiten an meinen Mitbewohnern (…schliesslich könnte es sein, dass einer von ihnen eines Tages auf diesen verfluchten Blog fällt und ihn voller Entsetzen liest.):
Sie waschen auch meine Sachen ab, weil auch ich manchmal zwei Tage lang nicht abwasche (Iiih.)

Sie packen mein offenes, mit Fleisch gefülltes Tupperware in den Kühlschrank, weil ich es vergessen habe (und dann mitten in der Nacht völlig verwirrt in die Küche eile um nachzuschauen ob es noch zu retten ist oder sich schon Salmonellen darauf breitgemacht haben).

Sie borgen mir Milch oder Butter, wenn ich wieder zu faul war um welche nachzukaufen. (Manchmal ist Butter auch abgelaufen, aber hey: Die Absicht zählt.)

Sie organisieren spontan einen Erasmusabend in unserer Wohnung. (Okay, kann auch zu den negativen Punkten gehören. Aber bisher waren diese Abendessen-Parties meist nur total super.)

Sie leihen mir nach einem Gespräch über irgendwelche Filme genau diese irgendwelchen Filme aus, weil sie sie zufällig auf dem USB-Stick haben (Ehem.)

Sie retten mein Leben rufen den Arzt, zum Beispiel wenn ich mal blöderweise in Ohnmacht falle.

Manchmal hören sie plötzlich so gute Musik, dass ich aus lauter freudiger Überraschung quer durch die Wohnung zu ihrem Zimmer hüpfen möchte um sie zu umarmen. Okay, es wird kitschig. Ich hör besser auf bevor ich wie James Blunt zu rosa Butterblumenregen klinge. Und jetzt starrt mich bitte nicht an.





Sorry, désolé

24 03 2009

Vier relativ nicht so schön anzuschauende Militärjungs schütten sich neben mir ihr sechstes Bier rein. Gegenüber: Ein asiatisches Pärchen, sich gegenseitig abstützend eingeschlafen, wie eingestürzt. Währenddessen überlege ich mir, was ich ach so interessantes schreiben könnte, da ich doch schon seit einiger Zeit nichts mehr zu erzählen hatte. Zerschmetternde Schlussfolgerung: Eigentlich gibts gar nichts zu erzählen. Und die Kommasetzung hab ich auch nicht im Griff.

Vor mir der Kaffeefleck, den die Bahngesellschaft meinem ungesüssten Kaffee zu verdanken hat. Ich mag keinen ungesüssten Kaffee. Aber eine Grundregel bei McDonalds lautet: Irgendetwas geht immer vergessen. Steht bei denen wahrscheinlich im Reglement. Und diesmal wars halt mein Zucker. Eine weitere Grundregel ist die des Kaffeebechers: Er wird tropfen. Garantiert. Spätestens, wenn man sich entscheidet, den Plastikdeckel vom Kartonbehälter zu nehmen um irgendwas reinzuschütten (zum Beispiel Zucker). Dann beginnt das grosse Triefen. Vergesst also nie eine Serviette mitgehen zu lassen, wenn ihr beim Fastfood-Restaurant eures Vertrauens seid. Man kauft halt keinen Kaffee bei McDonalds. Ich habe leider nichts interessanteres zu erzählen. Und weil ich euch schon lange nicht mehr mit bewegten Bildern zugepflastert habe gibts jetzt, schön im Gefühl der Zeit, ein zwar nicht immer ganz korrekt gesungenes aber trotzdem schönes Taratata-Video wo Franz Ferdinand mit Jane Birkin Sorry Angel von Gainsbourg spielen. Sie entschuldigen sich sozusagen an meiner Stelle. Und sagt ja nichts schlechtes zu Franz Ferdinand, von denen war ich mal richtig richtig fest Fan. Um noch Nagui in schönster Taratata-Manier zu zitieren:
C’est de la
bombe, allez voir les artistes en live!