Die Welle

08Jul08

Szene aus der Welle (stern.de)

Frisch, jung, dynamisch – mitreissend. Sowohl die Welle als auch der Film an sich.

Teils recht von Morthon Rhue’s Buch abweichend, aber das stört keineswegs. Statt sich zu fragen, wie die Deutschen überhaupt mitmachen konnten, fragt sich die Klasse, ob eine Autokratie im Sinne des dritten Reiches heutzutage noch möglich wäre und statt in den Vereinigten Staaten spielt es im modernen Deutschland – mit tollen Schauspielern. Einzigst Frederick Lau als früherer Aussenseiter und schwarzes Schaf schien mir ein wenig zu übertrieben, bedeppert und fanatisch zugleich. Aber andrerseits ging es ja auch nicht anders. Vor allem für das fatale und überraschende Ende.

Nur eines hab ich mich noch gefragt: Was ging Rainer (Jürgen Vogel) in der Schlussszene durch den Kopf, dass er so erstaunt und erleuchtet zugleich reingucken musste?

…hach und Lennard Bertzbach hat immernoch Stil.



6 Responses to “Die Welle”  

  1. 1 Ines

    Fand den Film auch echt gut, vor allem hat er – im Gegensatz zu vielen anderen Filmen – mal ein recht schönes, realistisches Bild der deutschen Jugendkultur und der Schule gezeigt. Ich würde behaupten, jeder, der in Deutschland mal in der Schule, vielleicht vor allem im Gymnasium war, erkennt irgendetwas davon wieder. Genauso wie den Umgang der jungen Menschen mit der deutschen Vergangenheit.

    Aber die letzte Szene fand ich auch ziemlich seltsam…

  2. 2 Liliy

    Die Welle?

    Da hab ich ja gleich noch einen Film auf meiner Muss-Gucken-Liste. O_o

  3. 3 protagonistin

    @Ines: Stimmt, fand ich auch. Sogar die Musik war mal nicht so schlecht. ;) Die letzte Sezene..als hätte er gemerkt, dass die vorne im Wagen auch zur Welle gehörten oder so. Oder als würden sie eine Fortsetzung planen. OhBitteNicht.

    @Liliy: (Hübscher Name übrigens ^^) Jaaa, mussdu gucken, der ist echt stark.
    Danke auch fürs Hier-Reingucken!

  4. 4 Benno

    Das mit der letzten Szene habe ich mich auch gefragt! Habe schon einige Sites durchforstet… Einerseits ist es wohl mit dem Aufbau des Films verbunden:
    Anfang des Films: Herr Wenger singend im Auto fährt den Weg zur Schule.
    Ende des FIlms ( letzte Szene, letztes Bild ): Herr Wenger starr und in Nahaufnahme wird den entgegengesetzten Weg, von der Schule weg gefahren…

    Ich hatte gleich im Kopf, dass er vielleicht ein weiteres Wellezeichen sieht, irgendwie im Polizeiauto… müsste man noch einmal den Film schauen, ob man am Ende schon bei den heranfahrenden Polizeiwagen ein Zeichen sieht…?!
    So dass er dann auch nochmal merkt, dass die Welle schon viel früher außer Kontrolle war.

  5. 5 protagonistin

    Mh, ja da müsste man den Film wirklich nochmals schauen. Ich hatte so das Gefühl, als habe er irgendetwas realisiert, als ob es irgendwie „Klick“ gemacht hätte im Kopf. Aber keine Ahnung..
    Naja, wie es auch immer sei, danke für den Kommentar :)

  6. 6 carolina

    ich fand das buch total toll..und der film. erst !!o_O


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