Irgendwo auf Mallorca, Disneyland-Strasse (weil es von überallher leuchtet und funkelt, tanzt und singt (und auch lallt und trinkt)), eines der vielen Irish Pubs, irgendwann nach 01:30h morgens.
Auf der Bühne hocken zwei ziemlich normalaussehende Typen, Jeanshosen und T-Shirt mit Biermarke, kurze Haare, der eine mit Gitarre, der andere am Keyboard. Sie singen und spielen typisch irische und schottische Volkslieder. Und das jugendliche Publikum johlt und jubelt, ich mit ihnen. Es wird gelacht und mitgesungen, man ist stolz auf seine Herkunft, auf seine Kultur und seine Lieder. Einer der Musiker steht plötzlich auf und predigt etwas von einem Freiheit und Unabhängigkeit, von einer Loslösung Grossbritanniens. Die Jungen kreischen vor Zustimmung.
Wären das alles Schweizer oder Deutsche gewesen und hätten die beiden Typen deren Volkslieder gespielt – niemand wäre aufgestanden, ich am wenigsten.



ja. solche gedanken kommen mir auch von zeit zu zeit.
wir haben irgendwie ein gestörtes verhältnis zu unserem heimatland.
…obwohl ich mich manchmal frage ob das unsrige nicht das gesundere ist.