gedankensalat, motzgurke

Ferienende

Ferienende.
Der Wecker, scheinbar überfordert, dass ich ihn nach 14 Tagen aus dem Tiefschlaf reisse, lässt seine ganze Gereiztheit an seiner frühmorgendlichen Umgebung aus, sprich: Mir.
Während des Aufrappelns wird mir klar, was für einen Bärenhunger ich habe. Frische Gipfeli, die waren es, wovon ich geträumt hatte, bevor dieses Gedudel die ganze Idylle unterbrach. Zwar bin ich mir ziemlich sicher, dass keine solchen in der Küche vorhanden sein werden, doch mir fällt ein, dass wir noch am Vorabend frisches Brot hatten. Eine richtig fette Tranche frischen Brotes, dazu irgendwas, was sich leicht verstreichen lässt.. Butter? Zu banal. Konfitüre ess ich aus Prinzip kaum.. also Streichkäse. (Ja, auf dem Weg zur Küche bleibt viel Zeit um über Nahrungsmittel zu sinnieren.. ;))
Guten Mutes öffne ich die Brotbox und erblicke meinen köstlich goldigen Schatz. Doch oh Schreck – das Ding ist steinhart. Verbittert und frustriert entschliesse ich ein Stück zu toasten. Kampf zwischen Brotmesser und Kruste, doch das Metallstück gewinnt Überhand und ich komme doch noch zu meinem Frühstück.
Während das Brot im Brotsolarium seine Zeit abwartet schaue ich im Kühlschrank nach meinem Käse. Denkste. Kein Käse. Nur Butter. Oder Gurken, Halbrahm und Spaggetthiüberteste. Nur eignen sich diese nicht so aufs Brot. Okay, vielleicht könnte man das ausdiskutieren, aber nicht jetzt.
Tatsache: kein Streichkäse. Fazit: Noch frustriertere Protagonistin.
Inzwischen scheint mein blödes Brot einen blöden dreifachen Salto aus dem blöden Toaster gemacht zu haben, ich verbrenn mir natürlich die Finger daran, aber Indianer spüren keinen Schmerz.
Die Butter wird auf den Tisch verfrachtet, die Schublade auf der Suche nach einem Messer geöffnet. Doch stattdessen blicken mich nur Gabeln und Löffel hämisch an.
„Jaja, ist nicht so dein Tag heute, was?“, scheinen sie mir selbstgefällig an den Kopf zu werfen. Und ich, in der Entscheidung es diesen kleinen silbrigen Etwassen zurückzuzahlen packe mir einen Löffel und zeige ihm was echte Butter ist.
Selbstverständlich eignen sich diese nicht um blöde Butter auf mein blödes Brot zu streichen, doch in meinem Elan bringe ich es doch irgendwie fertig und kann endlich mein Frühstück geniessen.
Zwar weder Gipfeli, noch Frischbrot und Streichkäse – aber doch Frühstück.
Dem Ferienende hab ichs gezeigt!

(Meine Schwester zur ganzen Sache: „Hättest ja ein dreckiges Messer abwaschen können.“ Ja. Danke. Hätte ich.)

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