erlebt, lebensbericht, motzgurke

Als Email geplanter Wohnungsrapport

Ja, ich bin so frech und setz solche Dinge auf meinen Blog.

Ich hoffe ihr habt grad genügend Zeit vor euch, ich hab sie nämlich und werd sie auch nutzen.
(deutsch: Es kann lang werden.) Ich belästige euch drum mal mit meinen ersten Wohnungserfahrungen.

Ratet mal wo ich bin? (Waaas für ne blöde Frage. Aber irgendwie muss ich ja anfangen.)
Genau, in einem (mir) neuen Zimmer, das vor gut sieben Stunden (oder so) noch leer war. Und jetzt gefüllt ist mit allem möglichen. Vom süssen Tischlämpchen (das am Boden neben der Türe ihr Leben nun verbringt) zum WC-Papier (welches natürlich noch nicht seinen definitiven Platz gefunden hat).

Das Zimmer liegt innerhalb einer Fünfzimmerwohnung – einer so lala sauberen Fünfzimmerwohnung, wenn ich es mir erlauben darf. Also der Kühlschrank stinkt schon mal gewaltig wenn man ihn öffnet und die Toiletten sind..behaart. Also eine der zwei. Die zweite ist vollgefüllt mit weiblichen Schönheitsprodukten (und wenn ich schreibe vollgefüllt, dann mein ichs auch. So richtig richtig. Vor allem im Vergleich zum anderen Bad welches sehr kahl wirkt daneben. (Schönheitsprodukttechnisch.)) Aber es hat zwei kleine Sofas im Gemeinschaftsraum (= Eingang + Küche in einem) und überhaupt ist es trotzdem schön eine Art „eigene“ Wohnung zu haben. Obwohl eben, der Grossteil der hier anwesenden Dinge gehören gar nicht mir. Ich hab irgendwie das Gefühl in einer fremden Wohnung zu landen sobald ich meine Zimmertüre öffne.

Nun zu den Mitbewohnern. Als meine Eltern und ich heute Nachmittag die Wohnung inspizierten war sie absolut menschenleer. Wir schlossen anhand der angeschriebenen Namen, der vorhandenen Nahrungsmittel und der WC-Lektüren darauf, dass zumidest eine indische und eine chinesische Person hier wohnen würde (oder dann je ein Indien- & Chinafanatiker die sich sogar haben umtaufen lassen. Die  Chinesischaussehende Präsenz trägt einen Zhang-Namen und den indischen Namen kann ich mir noch nicht merken.) Zumindest freu ich mich schon auf mögliche Gemeinschaftsessen.

Nach dem ersten Umschauen machten mir einen schwedisch angehauchten Ausflug ins IKEA. Beziehungsweise irrten wir gut Dreiviertelstunden im Kraut herum bis wir ein CASA fanden (die IKEA-Alternative – aber ohne all die Möbel (jaa, ich weiss, dann bleibt nicht mehr viel. Ausser viel Ramsch. Und herzallerliebsten Plüschtieren Aber die gibts im CASA leider nicht. (Und jetzt merk ich grad, dass mein Teekrug rinnt. Fantastisch.))) Dort zeichnete uns der Verkäufer eine Karte der Umgebung mit dem Weg zum IKEA. (Mit Autogramm des Malers bitteschön.) Und jetzt habe ich eine kleine Lampe namens GRÖNÖ (sehr romantisch). Und einen wieder-namenlosen knallroten Teppich. (Hab die Etikette nicht mehr.) Der eigentlich absolut nicht ins Bild passt weil hier alles türkisfarben ist (Stühle, Store, Bürolampe,..) Aber vielleicht mag ich ihn genau deswegen. Harrharr.

So, jetzt zum spannenden Teil: Als ich abends dann wieder alleine in MEINE Wohnung kam war das Licht an und eine der Zimmertüren offen. Und darin ein Mensch. (Die Spannung steigt.)
Ich war schon mal sehr falsch am Ort mit meinem durchs Haus gedröhnte  „Bonjouuuur! Y a quelqu’un??“, da sich schnell herausstellte, dass mein Mitbewohner nur englisch mit mir sprechen konnte. Er (wichtige Präzision) ist Inder und soviel ich mitgekriegt habe nur während der Sommerferien hier. Wobei die ja eigentlich jetzt dann bald vorbei sein müssten. Und ich hab keine Ahnung von seinem Namen. Muss mich dann morgen heimlich an sein Namensschildchen neben seiner Zimmertüre schleichen und den Namen notieren, damit ich ihn auswendig lernen kann.
Ich frag mich ob er mich grad tippen hört. Hab ihn vorhin nämlich rumlöffeln gehört.

What else?
Ich hab eine kleine Feuerbemerkmaschine über dem Bett die sich in eine Dusche verwandelt sobald sie ihren Zweck erfüllt hat, was mich sehr beunruhigt, da ich ätherisches Öl angemacht habe und vorhin realisiert habe, dass sogar mein Wasserkocher eine Art Rauch (jaja, Dampf, danke. Aber kennt auch die Maschine den Unterschied?) von sich gibt.

Und jetzt hat sich grad mein Tischbodenlämpchen selbstständig gemacht und ausgeschalten. Klaaaar, hätt ich auch. Mein Güte, wenn jetzt sogar die Lampen anfangen selber zu bestimmen wann sie Licht geben wollen… Vielleicht will sie mir so durch die Blume sagen, dass ich schlafen gehen sollte.

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3 Gedanken zu “Als Email geplanter Wohnungsrapport

  1. protagonistin schreibt:

    Dankeschön. :)
    Jep, am Montag gibts irgendwelche Informationsveranstaltungen, dann eine Woche nichts, und dann irgendwann mal Studienbeginn.. *die Spannung steigt*

  2. Pingback: Geständnis « l e b e n s r e z e n s i o n

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