gedankensalat

Wie man Mitbewohner ganz gut nerven kann

(Bei mir hat’s zumindest geklappt.)

Abends hat man Hunger. Und Lust nach Knoblauch. Viel Knoblauch. Aber nur Knoblauch zu essen ist etwas verdächtig, am Besten kocht man also dazu eine schön dickflüssige Pestosauce und lässt sie so lange bruzeln, bis nicht nur der Küchenbereich sondern auch das Bad und alle Zimmer riechen, wie toll man gerade kocht. (Mein Zimmer kann riechen. Und sehen und hören.)
Von Vorteil ist natürlich, wenn man die Lüftung vergisst einzuschalten, dann riecht es doppelt so gut.
Nach dem köstlichen Abendmahl wäscht man natürlich alles ab, so dass niemand was mötzeln kann. Zum Abwasch gehört ein schöner Schwamm. Den lässt man nun alle restliche Pestosauce einsaugen, bis er vor Knoblauch trieft. Abspülen muss man ihn nicht, sonst merken ja die Mitbewohner gar nicht, dass man abgewaschen hat. Dafür erfreuen sie sich nächstes Mal umso mehr, wenn sie den Schwamm in ihre Hände nehmen.

Papiersäcke gibt es in jedem Haushalt. Man vergisst immer, sie beim Einkaufen mitzunehmen und lässt sie dann irgendwo in der Wohnung stehen. Mach deinen Mitbewohnern doch eine Freude, und schnappe dir alle Papiersäcke, die du finden kannst. Und sonst nimmst du halt welche, die du vorrätig in deinem Zimmer hattest, und stellst sie ab heute grosszügigerweise deinen Mitbewohnern zur Verfügung. Möglichst spätabends kramst du dann alle Papiertüten im Gemeinschaftsraum raus, schüttelst sie aus und faltest sie wieder zusammen. Am besten, wenn sich alle schon schlafen gelegt haben, dann ist ihre Überraschung umso grösser.

Ganz gut klappt auch das Putzen von WC-Brillen und Wasserhähnen mit viel Allzweckreiniger. Dann ist alles blitzblank. Dass man hätte mit Wasser abspülen sollen, hat ja keiner gesagt, da ist man nicht schuld, wenn es klebt.

Zum Feiern der eigenen vielen guten Taten kann man dann eben laute Musik hören und dazu Möbel rumschieben. Oder tanzen, aber das ist fast ein wenig banal. Wenn man in einem mehrstöckigen Haus (und nicht im Erdgeschoss) wohnt, können alle an der Freude teilhaben. Auch am Besten am Abend, dann kann man sich gleich ins Bett werfen nach der grossen Anstrengung. Und morgens entdeckt man ein neustrukturiertes Zimmer, gegen den Alltagstrott, gegen die Gewohnheit, damit auch Möbel mal einen anderen Blickwinkel kriegen. Toll, nicht?

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6 Gedanken zu “Wie man Mitbewohner ganz gut nerven kann

  1. ununun schreibt:

    das ist wirklich super. ich werde die tipps gleich heute nacht mal ausprobieren. werde dir dann von der reaktion meiner mitbewohner berichten.

  2. protagonistin schreibt:

    @ununun: Bin dann mal sehr gespannt.

    @Trotters: Bisschen beides. Als ich den Pestoschwamm in der Hand hatte war ich sehr sauer, als ich den Artikel schrieb dann doch etwas weniger. Was sich meine Lieblingsmitbewohner gefühlt haben, weiss ich leider (zum Glück?) nicht.. ;)

    @Mone: Seeeehr. Vor allem abends.

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