gehört, geplapper, lebensbericht

iPodlos mit kahlen Wänden

Sonntagabend. Wissend, dass ich – wie jede Woche – im letzten Augenblick hastig durch die Wohnung laufen werde um meine Siebensachen für die Reise von Wohnort nach Studienort zu sammeln, packe ich frühnachmittags schon meinen iPod und etwas Kleinmünz für die Heimfahrt in die Jackentasche. Geistesabwesend fummle ich dabei am Kleiderständer herum, finde einen Schlitz im dunklen Stoff und überlasse meinen Musikbehälter seinem Inhalt. Stunden später kommt es dann soweit. Ich suche noch dies und das, bin aber relativ beruhigt meinen iPod in Sicherheit zu wissen und ziehe meine Jacke an. Die rechte Hand gleitet erwartend in die Tasche – nichts. Etwas überrascht überprüfe ich auch die andere Seite, doch wieder nur Leere. Und im gleichen Augenblick als mich auch Panik überfällt realisiere ich, dass meine Schwester nachmittags Besuch hatte. Mit einer dunklen Jacke. Die wahrscheinlich am Kleiderständer deponiert – und auch wieder abgeholt worden war. (Die Jacke. Nicht der Besuch.)

Ich. Überlebe. Diese. Woche. Nicht.

Deswegen (oder auch aus anderen Gründen) nehm ich seine Idee wieder auf und ziehe die Postkartenaktion durch:

Wer mir also helfen möchte, meine kahlen Wände zu verschönern, wer wieder mal kreativ sein möchte oder ganz einfach noch mehr Arbeit braucht so kurz vor Weihnachten, der soll an
info at datenschutzministerium punkt de
eine Mail schreiben, und schon bald wird er oder sie die Kenntnis über meinen Wohnort besitzen wissen wo ich wohne, so dass er oder sie nach Belieben vorbeikommen kann um mich zuerst stundenlang zu stalkern und dann – wenn ich es am wenigsten erwarte – umzubringen! Yay! (Oder auch einfach um mir Postkarten zu senden. Oder Poster. Oder Fanbriefe. Oder Geld. Oder Schokolade. Oder alles zusammen.)
Die Karten kommen dann nicht nur an die Wand, sondern werden auch fotografiert und gebloggt. Na? Wer fühlt schon ein kreatives Kribbeln?

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3 Gedanken zu “iPodlos mit kahlen Wänden

  1. Trotters schreibt:

    Ich fühle ein wenig das Kribbeln. Vielleicht stelle ich mich auch ein wenig blöd an, aber was schreibe ich in die Email für „info at datenschutzministerium punkt de“? Suche die Adresse von dieser Person von diesem Blog?

  2. Zum Beispiel! Oder ganz einfach, dass du ein Kribbeln verspürst. Oder sonst was. Eigentlich können Kreativkribbelverspürende auch hier einen Kommentar hinterlassen. Hauptsache Email.

  3. Pingback: Pain perdu « l e b e n s r e z e n s i o n

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