erlebt, gedankensalat, gelesen, geplapper, motzgurke

Bla

MTV überträgt ein Festival aus Irland. Grade rocken die Kings of Leons meinen Fernseher, vorhin heulsuste James Morisson irgendwas. Irgendwas von Liebe wahrscheinlich, alles andere wär gar nicht heulsusbar genug, um es als Lied zu verpacken, dass sich dann auch verkaufen lässt. Ja, ich bin etwas zynisch aufgelegt. Eigentlich sollte ich ins Bett gehen. Aber bei dieser Art Stimmung lässt es sich immer so gut schreiben.
Mein Plan vor etwa zwei Monaten war es, diesen Sommer rund um die Uhr an der Sonne zu liegen, gute Bücher zu lesen und ab und zu mal einen Film zu schauen. Ausserdem wollte ich reisen. Ich wollte nach Berlin, nach Bruxelles, ein Trip nach Paris ist noch immer geplant. Rock en Seine. Alles andere ist eigentlich ins Wasser gefallen. Ich lag zwar einige Zeit an der Sonne die letzten Tage. Gute Bücher – naja. Ich probiers grad mit Oscar Wilde, so wegen Kulturlücke und so, aber auf Deutsch stimmts einfach nicht, und auf Englisch trau ichs mir nicht zu.
Ich überlege mir, einen Twitteraccount anzulegen. Nicht, weil ich es sinnvoll finde, sondern weil es mich irgendwie reizt. Ich glaube nicht, dass die Welt daran interessiert ist, was ich wann gerade mache, im Gegenteil. Ab und zu fallen mir Sätze ein, die es sich zwar nicht lohnt zu bloggen – aber auch nicht zu vergessen. Fuck, das klingt jetzt alles so verschissen dramatisch. Eigentlich will ich ja auch nur einen, um dabeizusein. Wie Facebook. Ist doch bei allem so, verdammt. Razorlight auf meinem Bildschirm. Der Schlagzeuger sieht aus, als müsse auch er seinen Frust irgendwie rauslassen. Ich kenn ja nur ihr America-Lied, und das geht mir so ziemlich auf den Sack den ich nicht habe.
Nächste Woche ziehe ich um. Ich verlasse meine geliebtgehasste WG um in ein kleines Studio zu ziehen. Darauf freue ich mich eigentlich. Und auf Paris freue ich mich auch. Blöderweise passiert beides am selben Wochenende. Darauf freue ich mich weniger. Jedenfalls: Anekdoten über Mitbewohner wirds also in Zukunft keine mehr geben. Vielleicht versuche ich mich ja dann an Tipps und Tricks fürs Alleineleben: „Kochen mit der protagonistin“ und „Putzen für Anfänger“. Wie spannend. So, ich glaube das war genug Frust und Zynismus für heute Abend. Ich geh dann mal bettwärts. Werbung für Amy Mcdonald. Dieses Album gehört definitiv in jede Stube. Ja, klar.
Ausschalten.

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3 Gedanken zu “Bla

  1. Ich sage Ja zum Twitter-Account. Und so dramatisch klingts gar nicht.
    Und sei nicht so frustiert, weil … ähm … naja, weil immer alles besser wird (steht das nicht so in Büchern?) Zynismus nutzt sich auch irgendwann ab.

    Viel Spaß in Paris!

  2. protagonistin schreibt:

    Also, dann ja zum Twitteraccount! …aber erst nach Paris. Und nach dem Umzug. Irgendwann.

    Danke! :)

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