erlebt, lebensbericht

En suspends

Gedankenversunken folge ich meinem Weg nach Hause, als an meiner Seite ein Auto hält. Ein grauer Smart. Das Fenster wird heruntergelassen, eine in Tränen aufgelöste junge Frau beugt sich zu mir hinüber.
„Tut mir echt Leid, aber.. meine Mutter hat mich gerade angerufen – sie hat mich rausgeschmissen.. ich.. und das Auto hat gleich kein Benzin mehr, hätten Sie nicht 5 Franken oder so für mich? Tut mir wirklich leid, ist auch kein Witz oder so aber..“
Etwas überrascht fasse ich automatisch nach meiner Tasche. „Aber.. haben Sie denn jemanden.. also.. wissen Sie wohin Sie nun gehen?“ Ich reiche Ihr das mickrige Geldstück, sie nickt und meint, sie werde schon irgendwie zurechtkommen. Sie bedankt sich, und ich murmle, dass sie mit meinem Geldstück nicht weit kommen wird, sie nickt und entschuldigt sich noch einmal, ich wünsche ihr viel Glück.

Advertisements
Standard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s