gesehen, kulturkritik

Filmsenf

Ich bin gerade etwas lilalustig, weil ich vier Stunden am Stück gelernt habe und meine Konzentration sich nun etwa auf dem nullpunktigsten Nullpunkt befindet. Deswegen dachte ich: Topzustand um wieder einmal zu bloggen! Ich weiss schon gar nicht mehr, wo ich drücken muss, um einen neuen Artikel zu verfassen. Heute also mit: Filme die ich gesehen habe und deren Senf ich hierlassen möchte. (Eigentlich mein Senf. Die Filme geben ja auch Senf, aber.. mein Senf also.)

Tree Of Life
Ich bin vielleicht ein Filmbanause. Aber Tree of Life kam mir entsetzlich lang vor. Und religiös.Es geht nämlich um… das Leeeeeeeeeben. Und ACH VERDAMMT ja, ihr habt ein Kind verloren, ja es ist tieftraurig, nein, Gott wird euch euer Kind nicht zurückgeben und ja, ich habe es ja wirklich, wirklich verstanden, dass ihr traurig seid. Aber zwei Stunden lang traurig sein und dazwischen etwas Weltall und auch nicht sehr sehr erfreuliche Familienlebensabschnitte sind einfach lange. (Hab ich jetzt unnötigerweise gespoilert? Echt? Ach..) Ansonsten wäre es bestimmt spannend die Passagen, die nicht aus Weltall und Dinosaurier bestehen, etwas näher zu analysieren, filmtechnisch gesehen. Konnte ich jetzt halt nicht, werde ich auch nicht. Ich war übrigens in einer Stimmung, in der ich am Besten einen Hangover 2 hätte schauen sollen (was ich heute Abend tun werde), was vielleicht ein wenig meine schlimme Kritik entschuldigt.

Pirates of the Caribbean – On Stranger Tides
Piraten! Schätze! Gold! Ewiges Leben! Romanzen! Schiffe die alles rocken und Zombies die nicht so recht zombiesk wirken aber trotzdem badass sind! PotC 4 ist kein over the top best movie of my life, aber er macht Spass, trotz Überlänge. Man weiss halt, was einem serviert wird, und das Ganze ist recht nett zubereitet, zum Teil sogar richtig lustig und  zum Teil etwas too much, so dass es halt noch lustiger wird. Die ganze Meerjungfrauen-Romanzen-Sache nämlich.  (Meine crédibilité ist jetzt grade den Bach runter, richtig? Weil ich Tree of Life nicht mochte und PotC schon und trotzdem Film studiere.. Moment, kompensieren wir sofort:)

Tomboy
Ein Mädchen lässt sich einen Sommer lang als Junge durchgehen. Unkompliziert und doch nicht langweilig. Der Film weckt definitiv Interesse, Neugierde, Sympathie – während des Films entflammten meine Freunde in heftige Diskussionen ob man auch sowas erlebt habe als Kind, ob man nun so reagieren könne, würde, sollte. Aber wem Kinder Brechreiz verleihen sollte einen grossen Bogen um den Film machen, da diese den Film zu grossen Teilen leiten. Und vor allem die kleine Protagonistin (Zoe Heran) macht das hervorragend.
„Als Tomboy (deutsch: der [weibliche] Wildfang, die wilde Hummel, die (selten: der) [weibliche] Range) werden Mädchen bezeichnet, die sich entsprechend der gängigen Geschlechterrolle von Jungen verhalten. Der Begriff kann auch auf erwachsene Frauen angewendet werden.“ Wikipedia Soso.

Midnight In Paris

Es wird jetzt schwierig ohne zu spoilern was interessantes über den Film zu sagen. Als ich den Trailer zum neuen Woody Allen sah, wollte ich den Film zuerst nicht sehen. Weil ein Haufen Schauspieler da mitschauspielert, die ich überhaupt nicht so mag. Aber er lohnt sich, wenn man in Kunstgeschichte etwas aufgepasst hat. Was ich definitiv habe, da ich morgen eine Kunstgeschichtsprüfung habe. Und in diesem Fall ist er herrlich. Die ganze langweilige Ehegeschichte um Monsieur und Madame Blondchen ist definitiv nicht zu sehr im Vordergrund, der beste Teil des Films ist nämlich derjenige, der im Trailer nur ansatzweise gezeigt wird. Und Dalí! Rhinozeros.

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