gesehen, kulturkritik

Nicht-ganz-so-Megariesenblogpost

Ok, ok, ok. Ich hab gerade 5 Minuten damit verbracht, meinen WordPress-Account zu bruteforcen, weil ich mein Passwort nicht mehr weiss. (Jaja, ich sollte mir einen Passwordmanager zulegen. Und einen VPN-Dings. ABER WELCHEN!)
Und nur, damit ich mal dieses totgefühlte Medium Blog mal wieder benutzen kann. Kann ich überhaupt noch schreiben? À propos: Gibt es kluge Deutsch-Verbesserungs-und-Grammatik-Beibehaltungs-Webseiten? Also für Deutschsprecher, nicht als Fremdsprachenkurs.

Um ganz offen und ehrlich zu sein, tippe ich gerade auf TextEdit, in der Hoffnung, bald von WordPress ein „Passwort vergessen”-Mail zu erhalten. Denn ich möchte gross verkünden, dass ich wieder am NIFFF war, dem fantastischsten aller fantastischen Filmfestivals. Ich besuche dieses Festival jedes Jahr und vergesse dann glatt, welche Filme ich gesehen habe – ausser für 2010 (mein erstes Maaal), weil ich – Achtung – einen Megariesenblogpost geschrieben hatte. Wer hätte denn gedacht, dass eine schriftliche Auseinandersetzung mit einem Thema dazu führt, dass man sich dann besser an diese Sache erinnert?

Bevor ich aber diese Übung beginne: Year Walk. Dieses Spiel. Ich habs ja schon auf Twitter erwähnt, und lesen tut hier eh kaum mehr wer, aber.. Gopferdammi war dieses Spiel gut. Ich hab Entzugserscheinungen. Von einem Spiel. Mann.ddw2egexyaui7buÜberhypen ist ja auch nicht gut, und Besten ist es, einfach zu spielen, ohne zu wissen, um was es geht. Aber falls ihr ein bisschen Creepiness und ein-zwei Jump Scares ertragt, erwartet euch ein wunderschön dunkles Spiel. Es ist relativ kurz (ich war nach zwei Abenden durch) aber die 6 Franken/Euro lohnen sich definitiv.

Yeah! NIFFF also.

Prevenge

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Eine schwangere Frau wird von ihrem Baby innerlich herumkommandiert, Menschen umzubringen. Es beginnt überraschend, ist herrlich böse und sehr zum Teil sehr lustig. Die Babystimme ist zwar etwas lächerlich, aber ich genoss es voll und ganz in einem Film mal eine schwangere Frau zu sehen, die macht und tut – und nicht nur stöhnend herumliegt. Übrigens written by, directed by und in der Hauptrolle starring Alice Lowe in her directorial debut (danke Wikipedia) – not bad. Am Festival (deswegen?) als „film de femme“ abgestempelt, was ich allerdings yes bad finde. „Frauenfilm“, ts.

Zombieology: Enjoy yourself tonight

mv5bnzbmotbmztetzju3zi00ngy1lwjinmitzmiym2e0ndq4odk0xkeyxkfqcgdeqxvynjkzodmxnde-_v1_sy1000_cr007101000_al_Zwei Typen und ihre filmdrehende Freundin entdecken nach und nach, dass Zombies die Stadt übernommen haben, und zwar weil ein rechteckiges Huhn köpfende Eier auf Menschen schiesst. Oder irgendsowas. Ich hab ein Faible für diese Filme aus Hong Kong, die sich nicht daran stören, verschiedene Filmgenres querbeet zu vermischen. Ein guter Film war es nicht, aber er war schrullig und wunderlich und Fun. Und das Poster ist viel zu schön für diesen Film.

 

Baahubali: The Conclusion

cda8a32a6a8ab6bbbe8ab845b633eb90So. Ein. Grossartiger. Film. Der erste Teil (The Beginning) hatte uns schon umgehauen, so VIEL, so FARBIG, so KITSCHIG und ÄSTHETISCH. Und der zweite Teil (The Conclusion, nicht wahr, nach einem Film) geht gleich so weiter. Fast drei Stunden voller epischer Kämpfe und packenden Familiendramen. Ich bin ja nicht so ein Sucker für Kampffilme (vor allem nicht wenn sie mit Wackelcam oder zu schnellen Schnitten kaum gezeigt werden), aber hier sind die Kämpfe einfach wunderbar-unmöglich choreographiert. Natürlich alles absolut over the top, aber gerade deswegen so fantastisch. Das Filmbudget war ja auch entsprechend („most expensive indian film“, danke Wikipedia). Und ich muss unbedingt mehr indische Filme der Art schauen.


(Wenn man übrigens Baahubali in Youtube eingibt, findet mal erst mal sieben Mal den Film in seiner ganzen Länge. Good to know I guess.)

Spoor

pokot-zwiastun-filmu-agnieszki-hollandIrgendwo im ländlichen Polen setzt sich eine von den Dorfbewohnern belächelte Dame für Tiere und gegen Wilderei ein. Something-something-murders-happen und mehr sag ich nicht. Der Film ist wirklich gut, aber nach Baahubali war ich nicht mehr sehr aufnahmefähig und fand Spoor deswegen etwas lange. Trotzdem: Guter Film.

Dann noch ein Kurzteaser für einen sehr guten aber sehr schlimmen Schweizer Kurzfilm, nur damit ich in fünf Jahren schauen kann, was der Filmemacher sonst noch so gemacht hat:

Und jetzt meld ich mich wieder ab. Bis in fünf Jahren, wenn ich bis dahin mein Passwort nicht wieder vergesse.

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Ein Gedanke zu “Nicht-ganz-so-Megariesenblogpost

  1. Pingback: Ein paar Empfehlungen | gedankenablagerungsfläche

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