gehört, linkliste

Podcasts

Bis vor einem Jahr ging ich nicht ohne Musik aus dem Haus. Das war ein ständiges Problem, so zwischen Android und MacBook, zwischen iTunes und WasauchimmerMusikabspielenwill auf dem Handy. Das Problem ist irgendwie immer noch nicht gelöst, schliesslich habe ich weder Geld für ein anständiges Mobilabo noch für Spotify. Aber neuerdings höre ich kaum mehr Musik wenn ich aus dem Haus gehe, sondern Stimmen (wow das klingt super). Was ich sagen will: Ich bin auf Podcasts umgestiegen. Hier meine Top wievielauchimmer und dazu zwei Worte zu Podcatchers Podcast Apps. (Inspiriert von @iheartpluto, der nach guten Podcasts im Stil von This American Life / Invisibilia fragte – da ich aber weder noch kenne, gibts ein Blogpost. Logisch. Ja und das mit Twitter und Verlinken hab ich noch nicht verstanden.)

Momentan benutze ich AntennaPod (getestet hatte ich ganz viele mehr, aber natürlich hab ich mir das nirgends notiert). Funktioniert, ist simpel und hübsch gestaltet und …ich dachte die App spule um einige Sekunden zurück nach längerem Pausieren, aber vielleicht habe ich das auch nur geträumt, beim direkten Testen funktioniert das natürlich so nicht. Anyway. Angefangen (als würde ich von einer Einstiegsdroge sprechen) hatte ich ja mit Radiolab und Hello Internet. Beide gehören zum Genre des „Two Dudes Talking“, wobei Radiolab um einiges besser recherchiert und vor allem vorbereitet wird. Aber Hello Internet ist trotzdem fantastisch. Endless rambling fun.

Slate’s Working: Hab ich zuerst reingehört, weil René auf Nerdcore das verlinkt hatte. Sind etwa halbstündige Interviews, in der diverse Personen ihren Berufsalltag beschreiben, und das geht von einem Pfarrer zu Stephen Colbert. Ist superinteressant (das werd ich jetzt nach jedem Podcast hinschreiben können).

TLDR: Es sind sehr kurze, vielleicht zehnminütige Episoden, die ein random Thema aus dem weltweitem Web diskutieren, und oft sehr unterhaltsam sind. Hier (vielleicht, falls das mit dem embedden klappt) eine Folge die mir besondern gefallen hatte:
(#10 – One hundred songs in a day)

99% Invisible: Gehört ebenfalls zu den bekannteren Podcasts. Roman Mars weist auf kleine, quasi unsichtbare Seiten der Design- und Architekturwelt hin – zum Beispiel habe ich gerade eine Folge zum Design von Geldnoten gehört. Sind leider oft sehr visuelle Themen, was für Unterwegs-Podcasts nicht immer praktisch ist.

Für Musikbegeisterte kann ich Song Exploder und Meet the Composer wärmstens empfehlen. Bei Song Exploder stellen Musiker jeweils einen ihrer Songs vor, erzählen wie er entstanden ist und nehmen ihn bis zu einzelnen Instrumentspuren auseinander. Die Folgen dauern jeweils etwa eine Viertelstunde.
Meet The Composer sind stündige Shows, in denen ein moderner Orchesterkomponist interviewt wird, sein Leben und sein Werk vorstellt. Die Musik hierzu ist also oft sehr viel grandioser als bei Song Exploder (und manchmal sogar ein bisschen anstrengend), aber da der Schreibprozess erklärt wird, sind die Stücke trotzdem einigermassen zugänglich.
Hier Song Exploders erste Folge:

(Wow, das ist gross.)

Und sonst habe ich noch StartUp in meiner Liste, wo ein Typ Schritt für Schritt erklärt, wie er ein Startup-Business zu beginnen versucht, und Slates Lexikon Valley, in dem diverse Wörter und deren Etymologien erklärt werden.

Und jetzt merke ich, dass das alles englischsprachige Podcasts sind. Es gibt bestimmt hörenswerte deutsch- und französischsprachige Podcasts, kann mir da jemand etwas empfehlen?
Ich downloade jetzt Invisibilia und Serial, beide sollen sehr empfehlenswert sein.

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gehört, linkliste

Musikalische Häppchen

Blogs sind zum teilen und mitteilen da. Und ich hab da so einiges, dass ich loswerden möchte – Dinge, die mir in den letzten Wochen so über das Browserfenster gelaufen ist, und da ich nie blogge, häuft sich das einfach so an. Ähnlich Nerdcore’s A Ton of Links oder The Marysue’s Things we saw today (Go check them out, beide ganz toll!) werde ich ein paar Listen machen, die ich euch nächstens in kleinen Häppchen präsentieren werde. Hier Teil eins, was für die Ohren.

Blende und Surrender! sind zwei europäische DJs oder Producers oder wasweissich wie die genannt werden wollen, die diesen tollen Track einfach frei als Download verfügbar stellen. Ich habe nicht rausfinden können, wieviele Leute hinter Surrender! stecken und wo genau die jetzt herkommen, aber Blende jedenfalls ist ein schwedischer Herr. Soviel zu Hintergrundwissen.

Weiter mit elektronischem, diesmal aus Frankreich. Ähnelt Daft Punk, mit mehr Klavier – bleibt im Ohr:

Als nächstes etwas Poppiges, ich kann nicht entscheiden ob ich das Lied wirklich gut finde, oder ob es einfach ohrwurmartig hängen bleibt und ich das Video deswegen so fasziniert anstarre. Anyway, The Neighborhood mit Let It Go:

Trotz Homonymität war mir Sophie Hungers Musik immer etwas fremd. Und ehrlich gesagt spricht mich kaum ein Stück auf ihrem neuen Album The Danger Of Light wirklich an – eine grosse Ausnahme ist The Fallen. Wie eine Spirale spielt es sich hoch und endet als kleines Feuerwerk. Wie poetisch.

Schliesslich noch einmal etwas eher elektronisches, weniger aufgeregt aber trotzdem ganz fantastisch. Else gehört zum französischen Kollektiv L’Ordre, welches anscheinend all seine Lieder auf Soundcloud als free Download zur Verfügung stellt. So auch Ariane:

(Update: Anscheinend werden die soundclouds im Google Reader nicht angezeigt. Sehr schade.)

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gehört

Summer Sales & Billie Holiday

Ich hopse von Festival zu Festival und dazwischen spiele ich Civilization V, welches ich dank Steam Summer Sales für sehr wenig Geld kaufen konnte – heute ist btw der letzte Tag der Summer Sales. Wenn man einen tüchtigen PC hat und gerne gamet (gamt. gamed. ich game, du gamest, man gamet.) lohnt sich das sehr. Ich habe halt einen MacBook, aber für Portal, Indie Bundles und Left 4 Dead 2 reicht das. Und für Civ. Ich träume inzwischen schon in Sechsecken.

Vor drei Tagen kannte ich Warpaint überhaupt nicht. Dank Praktikas und Nebenjobs kann ich zusammen mit Freund und Freund (Freund ist so ein blödes Wort, habe ich mich schon mal darüber beschwert?) in Festivalbackstages gehen und Künstler zu Videospielen und Inspirationsquellen befragen. Und vor drei Tagen wars eben Warpaint, vier nette Damen, die zwar keinen Modesinn haben, aber gerne auf ansteckende Weise lachen. Und eines der Lieder, das sie live spielten weil es das Publikum lauthals verlangte war eben Billie Holiday. Zwischen virtuellen Zivilisationen und der Jazzsängerin gibts keinen Zusammenhang, aber ein sommerlicher Artikel musste halt wieder mal sein.

 

 

 

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gedankensalat, gehört

Lunacy


Es schneit noch immer. Und es ist so ruhig wie schon lange nicht mehr. Studentenwohnheim um Weihnachten. Alle weg, zurück nach Hause, dem zweiten zuhause. Ich weiss noch immer nicht wo ich an Neujahr bin, das Dilemma der zwei Wohnorte. Die Hälfte des Lebens an einem Ort, die andere Hälfte am andern. Kleider, Bücher, Freunde und Familie. Und immer dieses Reisen. Von einem Ort zum andern. Von einem Grenzstein den Irrsinns zum anderen. Landmarks of Lunacy, Weihnachtsgeschenk der Klaxons. Auf ihrer Website umsonst runterzuladen. Es lohnt sich wirklich. Weniger chaotisch, um dem Wahnsinn langsam zu verfallen.

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erlebt, gehört, motzgurke

Titel sind überbewertet

Ich dachte ich würde sterben. Der Wecker war losgegangen, 9 Uhr, Samstagmorgen. Ich lag im Bett, atmete aus dem Mund und öffnete meine Augen. Um sie danach gleich wieder zu schliessen. Kopf. Schmerz. Neben meinem Bett, am Boden, huschte Marie aus meinem Schlafsack in ihre Kleider, fragte mich zweimal, ob ich einen Tee wolle. Zweimal hab ich versucht irgendwas zu sagen. Meine Stimme. Weg. Im Suff verloren. Freitagabend war nur wenige Stunden entfernt, und ich meinem Tod umso näher. Dachte ich.

Marie ist weg, sie musste nach Hause. Ich bin zu Hause. Raffe mich auf. Alles dreht sich. Mein Kopf steht einer nuklearen Explosion nahe, zehn, neun, acht. Ich schaffe es zum Wasserhahn, ein Glas Wasser wird mich retten. Sieben, sechs, fünf. Ich kann noch immer nicht atmen. Trinken und nicht atmen können. Versuch das mal. Vier, drei, zwei. Ich setze mich, mein Kopf explodiert doch nicht. Aber mein Hals. Bei jedem verdammten Schluck explodiert er ein bisschen mehr, bis ich einen Hustenanfall kriege und krepiere.

Leute, eine Erkältung und ein Kater gleichzeitig – das ist wie Marzipan und Senf. Man denkt zuerst, dass es bestimmt nicht so schlimm ist (ich zumindest) und dann… keine Ahnung, ich hab noch nie Marzipan zusammen mit Senf gegessen.  Jedenfalls: Erkältung und Kater. Das ist wie Sterben. Langsames Verrecken. Keine Luft kriegen und gleichzeitig ein Drehen im Kopf. Und meine Stimme ist irgendwo in der Vergangenheit liegengeblieben. Zwischen dem Guacamole und diesem verfluchten Whiskey. Dabei dachte ich, schon leicht angetrunken: Ach Whiskey, das desinfiziert doch!

…klar doch. Genauso wie Marzipan mit Senf. Jetzt heile ich mich mit Musik.

(Weiss jemand, ob man irgendwo ein muxtape-mässiges Mixtape machen kann, dass sich einbinden lässt? So zwecks Best-Of-2010-Playlists. Oder zukünftigen Katerplaylists.)

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gehört, motzgurke

Rant

Fast zwei Monate lang kein Lebenszeichen von mir gegeben, ich werde immer besser. Und in drei Monaten werde ich schon seit zwei Jahren der dunklen Seite angehören. Facebook ist immer noch böse.

/rant mode on/ Ich verplempere meine Zeit dumm und dämlich mit Seiten aktualisieren und random people anklicken. Ausserdem werde ich noch mehr zum Stalker als ich es eh nur schon mit Google war. Wenns schneit muss ich nicht mal rausschauen, weil ich weiss, dass alle Welt’s Status darüber berichten wird. Wenn Schweizer Bürger Schäfchen spielen werden tausende von Gruppen gegründet, die sich schämen. (Um dazu noch meinen Senf zu geben: Ich gebe ja aus Prinzip schon mal auf Facebook nicht an, dass ich in einer schwierigen Beziehung bin und dem Spagetthimonster huldige. Geschweige denn, welche politische Einstellung ich vertrete. Weil es nämlich niemanden angeht. Also werde ich nur schon deswegen nicht einer Schämi-Gruppe beitreten. Ausserdem stellt das einen verfluchten Gruppendruck auf: Du bist automatisch der Dumme, der Rassist, der Bünzlischwiizer, wenn du nicht unserer Schämi-Gruppe beitrittst. Soviel dazu. Ansonsten bin ich auch sehr enttäuscht vom heutigen Resultat, nuff said.) /rant mode off/

Äh ja. Ansonsten: Es schneit! Und noch ein Musiktipp, weil ich momentan auf dem Swing-Electro-Gypsie-Jazz-Funk-Trip bin: Caravan Palace, eine französische Band, tanzbar und gute Laune einflössend! (Und hat irgendwie was Steampunkiges, oder meine ich das nur?)

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erlebt, gehört

Sehr

Nach dem Megariesenblogpost voller Nerdiness, a short one voller Musik. Vorgestern eine sehr lange Festivalnacht überlebt: Beginnend mit dem John Butler Trio, so göttlich wie immer – und endend mit einem Mr Oizo voller Energie (Oh Wunder). Ich glaube, das war wirklich mein sehr sehr bestes Konzert seit sehr sehr langem (Ich wiederhole meine Tweets in Blogposts. Great). Electrorgasm. Und das Ganze (Quatsch, nur 20 Minuten) und noch mehr (The Klaxons! Bin sehr sehr abgegangen (Kann man das auch Hochdeutsch überhaupt sagen? (Müde. (Derdiedas MP3 lohnt sich aber trotzdem. Sehr.)) gibts hier. Wollte nur shääären. Lohnen sich bestimmt noch andere Dinger, hab ich nur noch nirgends reingehört.

Nächste Woche noch mehr Festivalmadness und BERLIN. (Muss man grossschreiben, glaube ich.)
Und jetzt definitiv schlafen gehen.

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