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Kochen und Serien

Ich fühl mich zwar wie eine fünfzigjährige Hausfrau wenn ich das so sage, aber: Ich hab einen Kochblog angefangen, auf dem ich momentan viel aktiver (und vor allem viel regelmässiger) blogge. Ich koche seit ein paar Jahren wirklich gerne und hab mir zum Ziel gemacht, jeweils alles zu fotografieren und schön zu übersetzen. Und ffs macht das viel Arbeit. Aber auch Spass, und es sieht geil aus. Den Kochblog (höhö) findet ihr also da drüben.

Ansonsten muss ich grad ein bisschen Liebe verstreuen, aufstreichen und verbreiten (spread the love) für ein paar Serien: Ganz ganz ganz toll ist Äkta människor, Schwedische Serie, in der es um künstliche Menschheit geht und der ewigen Frage, ab wann eine Emotion wirklich eine Emotion ist und ein Lebewesen ein Lebewesen. Und Schwedisch ist so eine fantastische Sprache – wenn man nicht richtig zuhört klingt es wie Schweizerdeutsch, und dann doch nicht.

Viel Bekannter, aber nichtsdestotrotz (dieses Wort…) gut: True Detective, mit der ich erkannte, dass Matthew McConaughey mehr ist als nur ein idiotischer Blondschopf. So viel mehr. Und wer sich das Ganze angeschaut hat und trotzdem nichts verstanden hat (oder wer sich spoilern lassen möchte und gerne Bildchen anschaut), hier eine schöne und viel zu komplizierte Infografik.

Und last but not least, zwei Zeichentrickfilmserien Cartoon-Serien, die ich superlustig finde und die politisch sehr inkorrekt sind. Und wahrscheinlich gerade deswegen so lustig. Die eine findet ihr fast komplett und ganz legal auf adult swim: Rick and Morty, von Community-Dan Harmon geschrieben und in der ein Morty mit seinem ekelhaften Wissenschaftler-Grossvater verrückte Abenteuer erlebt. Die andere ist Archer, wo Geheimagenten auf Leute schiessen und rumbumsen und sich vor allem sehr unterhaltende Dinge an den Kopf werfen. Repliken. Textdings. Dialog gut!

Und jetzt noch ein bewegtes Bildli, weil alle gerne Bildli haben. So viele hübsche Details! Mehr von diesen faszinierenden Gifs gibt hier.

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Filmmarathon

Ich hab ja jetzt schon lange keine Filme mehr kommentiert und geh trotzdem im Durchschnitt einen Film pro Woche schauen, also ist es Zeit mal wieder Senf zu reden. Wir haben gestern einen richtigen kleinen Marathon gemacht und waren gestern drei verschiedene Filme schauen, einen schweizerischen, einen englischen und einen französischen. Der erste war erstaunlich gut, dafür dass er aus der Schweiz kommt, aber dann doch wieder nicht sooo gut, vor allem im Vergleich zu anderen Filmen: Win Win (kommt an dritter Stelle auf imdb, erstaunlicherweise, hrm.) Ist halt lustig, weil bekannte Gesichter/Orte vorkommen, vor allem wenn man in der Romandie lebt.

Ich hatte relativ tiefe Erwartungen an den zweiten Film, und er war dann erstaunlich gut. Ja gut, „gut“, in Anführungs- und Schlusszeichen. I Give It A Year, englische Komödie mit englischen Schauspielern plus Herr „Plastikface“ Mentalist. Der Film wäre eine echte romantisch-langweilige Schnulze wäre da nicht Stephen Merchant, der völlig obszöne und deplazierte Bemerkungen macht, während sich alle anderen Figuren über die Liebe, die Ehe und die Nicht-Liebe in der Ehe Gedanken machen. Uuuund ich wollte euch jetzt ein wunderschönes Video einbinden, so für Interaktivität and stuff (wobei ein Video ja gar nicht interaktiv ist), aber die Szene die mich zum Lachheulen brachte gibt es nicht auf Youtube, deshalb gibts jetzt einen Ausschnitt Wheatley in Portal 2, dem Stephen Merchant seine Stimme gibt:

Und jetzt geht alle Portal spielen, falls ihr es noch nicht gemacht habt.
Der dritte Film war L’écume des jours, von Michel Gondry. Ich liebe Gondrys Filme, und L’écume des jours hat mir ganz gut gefallen, trotz schlechter Benotung auf imdb. Ich hatte das Buch zwar nicht gelesen (zu meiner Schande wusste ich gar nicht, dass das ein Buch war) und jetzt will ich es lesen, weil es anscheinend völlig surrealistisch und wunderschön ist. Kein Wunder, wenn man den Film ansieht.
Als nächstes kommt wahrscheinlich The Great Gatsby dran, den ich gerade lese.

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Kowloon Walled City

Okay, ich mach nicht lange, weil ich bin echt müde, aber diese Kowloon Stadt ist mir jetzt schon dreimal über den Weg gestolpert, einmal über reddit, einmal wegen Ghost in the Shell, und jetzt wieder über Nerdcore, weil die South China Morning Post diese fantastische Zeichnung der Stadt publiziert hat. Grundsätzlich war die Kowloon Walled City eine Art Stadtteil Hongkongs, wo bis 1993 unglaublich viele Leute aufeinander wohnten und wo rechtlich eine ziemliche Grauzone bestand.

Kowloon Walled City

Faszinierend und irgendwie gruselig zugleich. Ich empfehle übrigens wärmstens diesen deutschsprachigen Dokumentarfilm auf Youtube:

Uuund schlussendlich noch ein Podcast, den ich aber noch nicht gehört habe, aber dessen Begleittext all das und vieles mehr erklärt (und vor allem Bilder zeigt).

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Filmsenf

Ich bin gerade etwas lilalustig, weil ich vier Stunden am Stück gelernt habe und meine Konzentration sich nun etwa auf dem nullpunktigsten Nullpunkt befindet. Deswegen dachte ich: Topzustand um wieder einmal zu bloggen! Ich weiss schon gar nicht mehr, wo ich drücken muss, um einen neuen Artikel zu verfassen. Heute also mit: Filme die ich gesehen habe und deren Senf ich hierlassen möchte. (Eigentlich mein Senf. Die Filme geben ja auch Senf, aber.. mein Senf also.)

Tree Of Life
Ich bin vielleicht ein Filmbanause. Aber Tree of Life kam mir entsetzlich lang vor. Und religiös.Es geht nämlich um… das Leeeeeeeeeben. Und ACH VERDAMMT ja, ihr habt ein Kind verloren, ja es ist tieftraurig, nein, Gott wird euch euer Kind nicht zurückgeben und ja, ich habe es ja wirklich, wirklich verstanden, dass ihr traurig seid. Aber zwei Stunden lang traurig sein und dazwischen etwas Weltall und auch nicht sehr sehr erfreuliche Familienlebensabschnitte sind einfach lange. (Hab ich jetzt unnötigerweise gespoilert? Echt? Ach..) Ansonsten wäre es bestimmt spannend die Passagen, die nicht aus Weltall und Dinosaurier bestehen, etwas näher zu analysieren, filmtechnisch gesehen. Konnte ich jetzt halt nicht, werde ich auch nicht. Ich war übrigens in einer Stimmung, in der ich am Besten einen Hangover 2 hätte schauen sollen (was ich heute Abend tun werde), was vielleicht ein wenig meine schlimme Kritik entschuldigt.

Pirates of the Caribbean – On Stranger Tides
Piraten! Schätze! Gold! Ewiges Leben! Romanzen! Schiffe die alles rocken und Zombies die nicht so recht zombiesk wirken aber trotzdem badass sind! PotC 4 ist kein over the top best movie of my life, aber er macht Spass, trotz Überlänge. Man weiss halt, was einem serviert wird, und das Ganze ist recht nett zubereitet, zum Teil sogar richtig lustig und  zum Teil etwas too much, so dass es halt noch lustiger wird. Die ganze Meerjungfrauen-Romanzen-Sache nämlich.  (Meine crédibilité ist jetzt grade den Bach runter, richtig? Weil ich Tree of Life nicht mochte und PotC schon und trotzdem Film studiere.. Moment, kompensieren wir sofort:)

Tomboy
Ein Mädchen lässt sich einen Sommer lang als Junge durchgehen. Unkompliziert und doch nicht langweilig. Der Film weckt definitiv Interesse, Neugierde, Sympathie – während des Films entflammten meine Freunde in heftige Diskussionen ob man auch sowas erlebt habe als Kind, ob man nun so reagieren könne, würde, sollte. Aber wem Kinder Brechreiz verleihen sollte einen grossen Bogen um den Film machen, da diese den Film zu grossen Teilen leiten. Und vor allem die kleine Protagonistin (Zoe Heran) macht das hervorragend.
„Als Tomboy (deutsch: der [weibliche] Wildfang, die wilde Hummel, die (selten: der) [weibliche] Range) werden Mädchen bezeichnet, die sich entsprechend der gängigen Geschlechterrolle von Jungen verhalten. Der Begriff kann auch auf erwachsene Frauen angewendet werden.“ Wikipedia Soso.

Midnight In Paris

Es wird jetzt schwierig ohne zu spoilern was interessantes über den Film zu sagen. Als ich den Trailer zum neuen Woody Allen sah, wollte ich den Film zuerst nicht sehen. Weil ein Haufen Schauspieler da mitschauspielert, die ich überhaupt nicht so mag. Aber er lohnt sich, wenn man in Kunstgeschichte etwas aufgepasst hat. Was ich definitiv habe, da ich morgen eine Kunstgeschichtsprüfung habe. Und in diesem Fall ist er herrlich. Die ganze langweilige Ehegeschichte um Monsieur und Madame Blondchen ist definitiv nicht zu sehr im Vordergrund, der beste Teil des Films ist nämlich derjenige, der im Trailer nur ansatzweise gezeigt wird. Und Dalí! Rhinozeros.

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gesehen

„We love you no matter what the sexual orientation of your opposite sex sex partner“

Emma Stone

So, ich will jetzt den Film nicht zusammenfassen, dazu bin ich zu müde, aber weil mir in den letzten zwei Monaten mehrmals Emma Stone (die da oben, die da so geschockt dreinschaut, vielleicht weil ich kein Bild aus dem Film sondern so ein Mode-Foto gegoogelbildert hab..du hast übrigens Gräser auf dem Kopf, Mädchen. Anyway..) in ihrer Rolle als Olive über den Weg gestolpert ist, konnte ich ihn heute Abend aus meiner superduper-MustSees-Liste streichen. Puh, das war ein langer Satz. Ich habe Easy A gesehen und mich köstlich amüsiert. Das wollte ich nämlich sagen. Easy A ist eine Teeniekomödie (ach, Tragödie und Romanze und überhaupt, wie solche Filme halt sind) aber mit einer sarkastischen Protagonistin, tollen Dialogen (ich liebe meine Eltern, aber wenn ich Olive’s Mutter wäre, hätte ich den gleichen Typen geheiratet. (..macht der Satz Sinn? Well.. you get it.)) und Filmausschnitten aus.. Filmen (Oh Überraschung!). Ich find so Meta-dingsens immer super, wenn fiktive Filmfiguren über real existierende Filme reden. Filmfilmfilm. Wieso kriegen eigentlich diese sarkastischen, leicht verrückten Tratara-Indie-Mädchen immer so hochverliebte Jungs ab? Zooey Deschanel den Joseph Viel zu langer Name Gordon-Levitt, Natalie Portmann Breitmaul-Zach, Charlotte Gainsbourg kriegt Señor Gael Garcia Bernal  – sogar die coole Multihaarfarbige Ramona endet mit Scott. Und dann tun die alle so, als wären ihnen diese Jungs egal. Graaarh. Und weil wir (Wir sind eben die Queen) grad dabei sind, diesen Blog in einen celebrity…dings zu verwandeln: Mister Gordon-Levitt.

Ansonsten: Prüfungszeit und Heiterkeit. Oder so ähnlich.
(Ich sollte mal zählen, wieviele meiner Blogeinträge mit den Worten „oder so“ enden. (Oder auch nicht. Das war jetzt gerade ein typisches Beispiel einer Preprüfungsprokrastinations-Idee, auch PPPI genannt.))

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What The Internet Does With You

Ich schaue Exit Through The Gift Shop. Weil ich seit Berlin fasziniert bin von Street Art, eigentlich nichts weiss, und gerne mehr wissen möchte. Und weil einer meiner Freunde jetzt schon zum dritten Mal bei einem Bier dieselben Leute fragte, ob sie den Film gesehen hätten. Nein, wir haben ihn immer noch nicht gesehen. Der Film handelt von verschiedensten Street Art Künstlern und so fällt natürlich irgendwann auch der Name Shepard Fairey, ein Name, den ich durch das Internet, durch die News um Obama’s „Hope“-Abbild irgendwann zu Augen gekriegt hatte. Aber als la voix over „Shepard Fairey“ sagt, denke ich nicht an Obama. Ich denke „Obey Giant“. In meinem Kopf klingt es nach „Obi Tschaient“, ähnlich wie „Obi-Wan Kenobi“. Und dann überlege ich – Moment, was? Woher kenne ich diesen Typen, und wer ist dieser Obey Giant? Ich habe keine Ahnung.
Fakt ist, Obey Giant ist kein Name. Obey jedenfalls nicht. Es ist ein Verb, im Imperativ. Und Giant war ein französischer Wrestler, der 1993 an Herzversagen starb. Das Ganze zusammen ist eine Aufkleber-Kampagne, die vor zwanzig Jahren begann. Und es war beabsichtigt, dass mir „Obey Giant“ sofort in den Sinn kam, ohne wirklich Sinn zu ergeben: „Phenomenology attempts to enable people to see clearly something that is right before their eyes but obscured; things that are so taken for granted that they are muted by abstract observation.“

Mehr Infos gibts direkt auf Faireys Website. Ich muss zugeben, dass mich das Ganze gleich ein wenig beunruhigt hat. Krass, was ich durch die Medien – hier bin ich mir sicher, dass es nur das Internet ist – passiv aufnehme, ohne zu wissen, was es ist. Und wie einfach ich es wiedergeben konnte, als im Film – den ich jetzt gleich weiterschaue – nur ein einziger Name fiel.

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erlebt, gesehen, kulturkritik, lebensbericht

Megariesenblogpost voller SciFi, KungFu und anderen Dimensionen

Endlich hab ich meine fünfzehn Seiten Shakespeare-Essay fertig, drum hier meine Lieblinge der Filmorgie, die ich mir letzte Woche antat. Ich war nämlich auf einem Fantasyfilmfestival. Mein erstes Filmfestival – Campen, Schwitzen, Filme schauen, Frieren und viel lachen. Mein Körper meinte dazu nur:  „Wenn ich immer so von heiss auf kalt umstellen muss spiel ich nicht mehr mit! Da, Erkältung! Cope with it!“

Ondine
Eine Robbenmeerjungfrau (femme phoque, /fɔk/, auf französisch. Plötzliches pubertierendes Prusten im Publikum.) wird von einem einsamen Fischer..gefischt.
Ich dachte zuerst ich würde den Film nicht sehen, was meine Ungeduld und Erwartungen an den Film nur noch mehr in die Luft schellen liess. Und drum war ich etwas enttäuscht. Der Film ist schön, romantisch, kitschig und voraussehbar. Und sie haben einen tollen Akzent in Irland, aber das wussten wir ja alle schon.

Die Tür
Ich glaube, ich mag deutsche Filme. Sie haben oft was.. natürliches und doch ernstes. Ach keine Ahnung. Die Tür war nicht schlecht. Die anderen wollten noch Tage später darüber diskutieren, was alles möglich gewesen wäre. Ich fand ihn nicht wirklich umhauend, da ein Mix aus Butterfly Effect und …sonstwas, und somit schon dagewesen, aber ganz unterhaltsam. Weil ich deutsche Filme mag.

Strigoi
Fuck, ich bin eingeschlafen. Ich schlafe sonst nie ein während Filmen, vor allem nicht im Kino. Aber diese Woche hatte ich einen solchen Schlafmangel, dass ich mir ab dem zweiten Tag jeweils einen Film auswählte, bei dem ich einnicken konnte, ohne ein allzuschlechtes Gewissen zu haben. Weil ich bei Strigoi eingeschlafen war, und es sowas von bereute. Ich weiss immer noch nicht genau um was es ging, aber es spielte in einem dieser absolut supertollen Balkanländer voller lebensfroher Musik und leicht verrückten Charakteren. Ich weiss noch, dass es um Vampire gehen sollte, aber dass sie sich stattdessen mit allmöglichem Essen vollstopften. Und dass das widerlich war. Und dass irgendein alter Mann etwas von wegen sein Hund wurde von Kommunisten gestohlen schwafelte, und dass seine letzte Zigarette nicht mehr am richtigen Ort war, und sicher auch von Kommunisten gestohlen worden war. Die eine Zigarette. Ich fand das sehr witzig, obwohl ich keine Ahnung hatte, wieso er das sagte, weil ich vorher und nachher meine Augen geschlossen hatte und drum die Untertitel nicht lesen konnte.

Cargo
Ein typischer Sci-Fi-Film. Wäre er nicht von Schweizern gemacht worden, würden ihn doch alle mittelmässig finden.

Woochi
Mann, Woochi! WOOCHI! Die anderen fanden ihn zu lang, ich nicht, bin also wahrscheinlich an den richtigen Stellen eingenickt. Woochi ist super. Er ist Zauberer, glaube ich, und er erinnert an Captain Jack Sparrow, weil er auch so tollpatschig und voller Charme ist, aber dafür kann er richtig gut kämpfen. Und ich hätte nie gedacht, dass ich mal für einen asiatischen Typen flashe (Ich vermische Sprachen, jetzt versteht mich eh keiner mehr), aber schaut euch dieses Seitenlächeln an! Ausserdem hat er einen besten Freund, der sein Diener ist, der sein Pferd ist, der sein Hund ist. Oder so. Der Film spielt irgendwann irgendwo in Asien, kann das nicht so gut einordnen mit den zeitlichen Perioden in asiatischen Filmen. Jedenfalls nicht im modernen Tokio (vor allem weil der Film aus Korea kommt…), sondern in einem mittelalterlichen Kaff. Oder so. Und irgendwann waren alle auf einer Autobahn, und ich hab nichts mehr gecheckt, aber lustig wars trotzdem.

Metropia
Geschichten, die in einer fernen Zukunft handeln, wo irgendein totalitäres System regiert und sowieso alles schlecht ist es aber keiner bemerkt, finde ich ja sowieso super. Dystopien, nennt man diese Geschichten. Nur damit ich auch mal ein gescheites Wort bringen kann. Dieser Film spielte in einer solchen Welt, und dazu in einer richtig geilen Möchtegernzeichentrickfilmabernichtwirklichganz-Optik. Und total düster. Und auf schwedisch, ey. (Nein, stimmt nicht, der Film war auf englisch. Aber egal. Schwedische Produktion, ey. (Klingt grad weniger sexy.))

Mutant Girls Squad
Nur schon der Name. Ich sage nur: Viel Blut. Und dann noch ein wenig mehr Blut. Und Specialeffects, die sogar ich hingekriegt hätte, so schlecht waren die. Übrigens: Blut. Am Anfang gabs eine ach-so-ernste Einführung, wo die Eltern der in der Schule gemobbten Tochter erklären, dass sie Mutanten sind – irgendeiner schrie einfach rein: UNS DOCH EGAL, WIR WOLLEN BLUUUUUT! Ich liebe Festivals.

(lol, das Vorschaubild..)

Grande Ourse – La clé des possibles
Mann, dieser accent québécois. Ich kriege jedes Mal Lachanfälle, voll fies. Ein Typ kann in die Zukunft schauen und geht in eine Paralellwelt um seinen besten Freund zu retten, der von einer Hexe gekidnappt wurde. Oder sowas in der Art. Immer diese verzwickten Plots, da kommt mein übermüdetes Köpfchen gar nicht nach. Der Film hatte was von Adèle Blanc-Sec, so eine Comic Optik mit lustigen Farben und tollen Dialogen.

Summerwars
Ein japanischer Animationsfilm (Jaja, Anime) wo eine Art übermächtiges Internet gehackt wird und eine typische sympathische und durchgeknallte japanische Familie, die in einem lustigen Haus ohne Tische und Stühle aber mit Papierwänden, Videospiele gamen muss um die Welt zu retten. Mit ganz vielen Farben und noch mehr Farben! Spaaass!

Transfer
Noch ein deutscher Film der mir gefiel. Ein älteres deutsches Ehepaar hat die Gelegenheit in jungen, gesunden Körpern weiterzuleben. Diese Körper gehören zwei Schwarzen, die sie verkauft haben um ihre Familie back in Africa finanziell zu unterstützen. Voller moralischer Fragen, und doch richtig spannend ohne spiessig zu werden.(Ich finde keinen einzigen fucking Trailer. WTF.)

Wig
Ein Typ ist voller Angst, die Welt könnte entdecken, dass er eine Perrücke trägt, und schliesslich wusste es sowieso schon jeder. Haha, Spoil ohne Vorwarnung! Ich fand den Film langweilig, kann aber auch daran liegen, dass ich einen richtigen Scheissplatz abkriegte, weil wir zu lange in der Sonne rumgelümmelt haben/waren(?) und jegliches Zeitgefühl schmolz.

Tannöd
Dürrenmatt’s Versprechen meets…Oberbayern (Jaja, kein Schweizerdeutsch, liebe Romands!). Ich mag nicht nur Dystopien, ich mag auch strange und ungesunde Hinterwäldlermordsgeschichten, voller Inzest und unausgesprochenen Wahrheiten. Das Ende hat mich zwar etwas enttäuscht, aber ich mochte den Film trotzdem. Meiner Mutter würde er auch gefallen.

Tetsuo
Also eigentlich wollte ich ja zurück ins Zelt und schlafen. Weil zu Tetsuo lässt es sich nicht wirklich gut schlafen. Wirre Bilder die irgendwie nichts zeigen aber doch Angst machen und eine Tonspur die von absoluter Stille zu Ohrenzerfetzendem Krach geht. Auf und Ab, eineinhalb Stunden lang. Ich weiss jetzt dafür, wie es sich am Besten schlafen lässt in einem Kino, weil vom Plot hab ich ja trotzdem irgendwie nicht viel mitgekriegt, ausser dass ein Mann sich in eine Maschine verwandelt und …äh.. viel Gewalt. Irgendwie. Und Krach.

Enter The Void

Ich freute mich schon seit Anfang der Woche auf diesen Film, etwa so wie sich ein kleines Mädchen auf ihr Pony freuen würde. Er war einfach viel zu lang, und an manchen Stellen etwas unnötig pornographisch. Genau die Szene die oben im Teaser gezeigt wird hätte auch ruhig im Teaser bleiben können zum Beispiel. Oder so geschnitten sein können. Weil ich prüde bin. Schnitte kennt dieser Film übrigens kaum. Aber zurück zu meinem ultimativen Urteil: Ich bin noch immer von der Idee fasziniert. Dieser Vorspann! Und ich bin jetzt im Nachhinein begeistert von diesem Film, auch wenn ich während des Schauens eher vom Gegenteil überzeugt war.

Electric Dragon 80,000 V
Ich wartete den ganzen Film lang darauf, dass sich die Typen mit farbigen Elektrostrahlen die aus Gitarren kommen bekämpfen. Aber der Film war schwarz-weiss und die Gitarre nur da um darauf rumzukrachen. So.. fünf Minuten lang, non stop. Trotzdem: Ultime! GITTARÜÜÜ!

The Disappearance of Alice Creed
Good ol’english Thriller, bei dem man doch einiges schon von Anfang an zu wissen meint, obwohl es dann anders kommt. Aber man kann ja dann nach dem Film das Gegenteil behaupten. Und ja, es ist die Dame von der alle Typen die Prince of Persia gesehen haben träumen. Nein, ich hab Prince of Persia noch nicht geschaut, aber meine Mitkinobesucher haben es mir ganz schön klar gemacht, wer sie ist.

The Inhabited Island: Stranger
Dieser Film! So gut, weil eigentlich so schlecht! Ich wette, ich würde das Buch lieben, weil es einen in so eine total durchgeknallte Fantasy-SciFi-Welt abtauchen lässt, wo auf Papier alles logisch erscheint, aber auch Film dann nichts mehr klar ist. Und vor allem: Der Protagonist ist ein dauersmilender Blondschopf mit Pokémon Allüren, da er ständig seinen Namen wiederholt. Und der Film ist auf russisch, was mit der kyrillischen Schrift das Ganze noch exotischer aussehen lässt. Ich hab den zweiten Teil leider nicht sehen können, weil wir einen anderen Film schauen gegangen sind, aber wenn ich die Gelegenheit habe hole ich das definitiv nach. Spoilt mir also nicht, wer die Welt rettet!

Gallants
Ich steh normalerweise nicht so auf Kung-fu-Karate-Tai-Chi-Jackiechan-Kampffilme, so schön die Kampfchoregraphien auch sein mögen. Aber dieser war ganz schön unterhaltsam, fast schon herzzerbrechend. Mei, und ich red da von einem Kampffilm. Aber schaut euch das Bild an!

Und ich hab ausser Enter The Void keinen der Filme gesehen, die einen Preis gewonnen haben. Tumdum, scheiss auf Preise.

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