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Liebe Eltern, Grosseltern und Medien

Heute Morgen bin ich sehr genervt aufgestanden. Das hilft, um schnell wach zu werden. Der Grund meines Genervtseins war ein Radiobeitrag. Ich benutze seit ich klein bin einen Radiowecker, der seit einigen Jahren nun keine Kackpopmusik mehr spielt, sondern mich mit den Nachrichten und oft auch gesellschaftlichen Diskussionen weckt. Und heute Morgen ging es um Videospiele. Und nicht etwa um die ewige Frage, ob Videospiele für Kinder geeignet sind oder ob Videospiele Gewalt fördern – diesmal ging es um eine neue Studie, die aufzeigt, dass Videospiele kognitive Fähigkeiten fördern. Der betroffene Forscher war natürlich sehr vorsichtig und wägte seine Worte, um zu präzisieren, dass es sich um Actionspiele handle und dass „kognitive Fähigkeiten“ ein sehr breiter Begriff sei. Trotzdem habe er und viele andere Forscher seit mehreren Jahren festgestellt, dass Actionspiele nützlich für allerlei Gehirnsachen sei.

Soweit so gut. In der Opposition befand sich aber ein Rektor und ein Kinderpsychiater, die zwar die Studien keineswegs verneinen wollten, aber doch aus ihrem Standpunkt als Kinderpsychiater und Rektor argumentierten, dass gewalttätige Spiele für Kinder nichts Gutes sei.

Merkt man schon, worauf ich rauswill?

Natürlich riefen dann besorgte Grosmamis an und aufgerührte Kindergärtner spammten den Twitterfeed des Radios voll: Die heutigen Kinder spielen nicht mehr draussen, Skandal! Die heutigen Kinder haben immer eine Maschine zwischen sich und ihren Gspändlis, Haaresträubend! Die Kinder seien asozial, Empörend! Und das alles wegen diesen gewaltverherrlichenden Videospielen!

Und der Forscher in der ganzen Sache fing an zu stammeln. Natürlich seien Gewaltgames nicht so gut für Kinder. Aber gewisse Games helfen doch auch, soziale Fähigkeiten zu gewinnen, indem mit anderen Spielern oder mit den Figuren interagiert werde. Worauf der Kinderpsychiater einwarf, dass die Kinder, mit denen er arbeite, oft nach Spielen wie Grand Theft Auto oder Call of Duty süchtig seien. Der Moderator: Ja, ja, nix lernen. Die Grosmamis: Genau, böse Spiele.

Die ursprüngliche gute Nachricht, dass Actiongames gewisse kognitive Fähigkeiten verbessern, ging vergessen.

Deswegen bin ich so genervt aufgestanden:

1. Videospiele werden alle in einen Sack gesteckt. Alle Videospiele sind Call of Duty und Grand Theft Auto.

2. Es wird von Anfang an das Wohlbefinden der Kinder hineingezogen, auch wenn Kinder nichts mit der Studie zu tun hatten. Es ging um Actiongames und ihre Auswirkungen auf das menschliche Gehirn. Ja, auch Kinder haben ein Gehirn. Ja, auch Kinder spielen Games. Aber Erwachsene genauso.

3. Anstatt sich auf die Ursprungsfrage zu konzentrieren, wird ein Abschweifen vom Thema durch den Radiomoderator sogar veranlasst, indem Erziehungskräfte eingeladen werden. Die Argumente, Sorgen und Erfahrungen von Rektorinnen, Schulpsychologen und Lehrer sind sehr interessant und oft im Bezug mit Games sogar positiv. Aber anstatt sie zu fragen, wie sie Spiele im Unterricht einsetzen oder wie sie Games im Bezug zu den schulischen Fähigkeiten Ihrer Schüler erleben, werden sie aufgefordert nur im Zusammenhang zu Ausnahmefällen (süchtige Kinder, überforderte Eltern, gewalttätige Reaktionen) Stellung zu nehmen.

Liebe Medien,
Ich weiss, dass hetzerische und skandalträchtige Überschriften euch mehr Likes und Shares auf Facebook geben. Ich weiss schon, dass ihr nur deswegen unter dem Übertitel „Machen Games unsere Kinder gescheiter?“ ein Bild eines bewaffneten Soldaten aus Call of Duty gesetzt habt. Es ist trotzdem scheisse, weil sich dann die Grosmamis und Eltern aufregen und sich nicht auf die Rechercheresultate des Wissenschaftlers konzentrieren, sondern euch entzürnt anrufen. Und bitte, setzt doch wenigstens auf eurer Webseite einen Link zu irgendetwas, wo man sich zum Thema informieren kann.

Liebe Eltern,
Wenn in der Zeitung steht, dass der Kinofilm Gone Girl „Freigegeben ab 16“ ist oder auf der DVD für Saw 6 fett „ab 18“ steht, dann werden diese Filme dem 12jährigen Sohn nicht gezeigt. Wieso kauft ihr ihm dann Far Cry 4 und GTA V, wenn auf deren Verpackungen genau dasselbe steht? Händler in der Schweiz „dürfen nur Spiele verkaufen, die über eine PEGI-Auszeichnung verfügen, müssen Alterskontrollen an den Kassen sicherstellen und Werbung von 16+/18+ Produkten einschränken. Wird die Alterskontrolle beim Verkauf nicht sichergestellt, sieht der Kodex Sanktionen vor, die bis zum Lieferboykott gehen können“ (Quelle).
Können wir das ein für allemal klar stellen und aufhören bei jedem Medienbeitrag über Videospiele zu debattieren, ob Spiele ab 18 für Kinder geeignet sind? Nein, sie sind es nicht. Deswegen sind sie ab 18. Punkt.
Ach und bitte beklagt euch nicht, dass euer Kind nächtelang gamed gamt Videospiele spielt. Das ist nicht unser Problem.

Liebes Grosmami,
Ja, die heutige Jugend gleicht nicht deiner Jugend. Heute gibt es Smartphones und Tablets. Heute gibt es das Internet. Das gab es alles nicht, als du 12 warst. Ich verstehe das. Dir wird oft das Argument präsentiert, dass der Buchdruck zuerst auch verteufelt wurde – aber Lesen findest du doch jetzt auch etwas tolles, oder? Natürlich gibst du deinem Enkelkind nicht 50 Shades of Grey auf Weihnachten (doch, ich weiss, dass du es kennst, schau nicht so unschuldig. Du gehörst genau zum Zielpublikum). Mit diesen neuen Medien ist es ähnlich. Und dass sie zur heutigen Welt gehören, ist nun einmal so. Aber wenn du es so unverständlich findest, dass deine Enkelkinder nicht mehr miteinander sprechen, sondern nur auf ihre Maschinen schauen, dann frag sie doch, dass sie es dir erklären. Probier es doch mal selber aus.

Können wir jetzt zurück zu diesen interessanten Forschungsresultate kommen und aufhören, aktuelle Erziehungsprobleme zu debattieren?

 

Übrigens habe ich beim Schreiben entdeckt, dass auf IMDB unter „Parents Guide“ sehr detailliert Elemente und Filmpassagen aufgezählt werden, die nicht unbedingt kindgerecht sind. So kann sich der Elternteil selber ein Bild vom Film machen, wenn er oder sie der Einstufung der Kommission zum Jugendschutz im Film nicht vertraut. Hier zum Beispiel zu Gone Girl (Achtung Spoiler).
Und hier noch ein paar Links zu diversen Studien zum Thema.

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Brot.

Okay, ich dachte, das hätte ich schon gebloggt, aber anscheinend nicht. Brot also. Ab und zu vergesse ich Brot zu kaufen und dann fehlt mir das beim Frühstück. Und manchmal mache ich es dann selber. Und weil ich irgendwie die ganze Brotmagie gar nicht verstehe (man muss es stehen lassen, damit es magischerweise… grösser wird? Waswie…?) verlasse ich mich einfach auf ein Rezept, das ganz superduper ist. Wobei superduper so ein veraltetes, silly word ist. Anyway: Ich habs auf Pinterest gefunden, weil ich dort manchmal zuviel Zeit verbringe mit Rezepten weiterpinnen und es somit etwa zu meinem persönlichen Rezeptbuch geworden ist. Ursprünglich kommt das Rezept von diesem Blog: Simply So Good …und das Magische hier ist vor allem, dass man die Finger nicht in das ganze schleimige Gedingse stecken muss, sondern einfach drei, vier einfache Zutaten vermischt, und sie dann die ganze Arbeit übernehmen.

Brot

Ich hab keinen cast iron pot, ich benutze einfach meine Cakeform und vergisse immer, dass ich Alu drauftun müsste, und es klappt trotzdem ganz gut. Mein Brot ist dann immer etwas platt und relativ hart, aber da es so frisch und warm ist, geht es eh in einem Vormittag weg – das ist also gar nicht so schlimm. Yay Spass Backen.

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Île flottante

Ab und zu packt mich die Koch- und Backlust, und heute war’s eben für ein Dessert. Hier das Rezept, weil ichs sonst verlege.

Für 2 Personen:20130513_193053

2 Eier
1/4 l Milch
Vanillezucker
62.5g Zucker und dann noch zwei Esslöffel

Milch mit Vanillezucker und die Hälfte des Zuckers erhitzen. Währenddessen Eigelb mit dem restlichen Zucker mixen, dann wenn die Milch kocht, das Eigelbgemisch dazugeben und noch ein paar Minuten auf kleiner Hitze weiterköcheln lassen. Anschliessend in den Kühlschrank stellen.

Eiweiss steif schlagen, danach zwei Esslöffel Zucker hinzufügen und in Gussförmchen giessen. Diese dann in die Mikrowelle, auf höchster Hitze erwärmen und zusehen, wie sich das Eiweiss vergrössert. Abkühlen lassen und auf die Vanillesauce einschenken. Zum Schluss Caramel machen: Zucker und Wasser erwärmen und den Sirup anschliessend über die Sauce mit dem Eiweiss giessen. Tadaaa. Ist sehr ei-ig, aber gut. Und wie das Eiweiss in der Mikrowelle aufgeht ist unglaublich.

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En suspends

Gedankenversunken folge ich meinem Weg nach Hause, als an meiner Seite ein Auto hält. Ein grauer Smart. Das Fenster wird heruntergelassen, eine in Tränen aufgelöste junge Frau beugt sich zu mir hinüber.
„Tut mir echt Leid, aber.. meine Mutter hat mich gerade angerufen – sie hat mich rausgeschmissen.. ich.. und das Auto hat gleich kein Benzin mehr, hätten Sie nicht 5 Franken oder so für mich? Tut mir wirklich leid, ist auch kein Witz oder so aber..“
Etwas überrascht fasse ich automatisch nach meiner Tasche. „Aber.. haben Sie denn jemanden.. also.. wissen Sie wohin Sie nun gehen?“ Ich reiche Ihr das mickrige Geldstück, sie nickt und meint, sie werde schon irgendwie zurechtkommen. Sie bedankt sich, und ich murmle, dass sie mit meinem Geldstück nicht weit kommen wird, sie nickt und entschuldigt sich noch einmal, ich wünsche ihr viel Glück.

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False or True

Okay. Ich schleike (ja, das ist Alemannisch) also schon seit rund einem Monat so einen Schnupfen mit mir rum. Zuerst wars nur blödes Husten, der liebe Arzt gab mir lustige Pillen die ich jeden Tag schlucken musste, aber der blöde Husten ging nicht weg. Dafür gesellte sich eine triefende Nase zu ihm, und bald darauf tränende Augen, und weil sie sich immer noch einsam fühlten, luden sie von Zeit zu Zeit ein Niesen zur grossen Schnupfen-Party ein. Und das schon seit rund einem Monat. Und ich, es so langsam aber sicher enorm satt habend, ging heute also zum Apotheker, und was sagt der mir? Ich sei allergisch. Auf irgendwas. Wahrscheinlich Pollen. Oder irgendwelche Dingserns die von Fukushima hergeflogen sind. Oder einfach auf Luft. Das heisst jetzt für mich: Nie mehr in der Sonne hocken. Ich muss ab heute, einem Vampir ähnlich, für immer innerhalb meiner kümmerlichen Wohnung sitzen und mich nur noch ans Tageslicht wagen, wenn es draussen luftlos ist.. (Ja, ich dramatisiere alles sehr gerne, aber ich WERDE STERBEN) …und für immer meinen Computer anstarren, bis er zurückstarrt.

So. Soviel zu den spannenden News meines spannenden Lebens. Ansonsten sehe ich heute Abend Bonaparte live. Und ich habe ein bisschen Angst, weil ich noch nicht sicher bin, ob ich da nicht alleine hinmuss, und ob die mich dann aufessen, schliesslich tun diese Leute da auf der Bühne allerlei Dinge, die sonst Leute auf der Bühne nicht machen. Aber ich überlebe das bestimmt. Falls meine Allergie mich bis heute Abend noch nicht umgebracht hat.

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Standpunkt

Frisch geduscht, der Tee ist alle, ich warte.


Phobia by Angie Hoffmeister / iphigen

Mit beiden Beinen mitten im Leben und mit dem Kopf öfters irgendwie.. irgendwo anders. Tausend Dinge, Geschehnisse, Personen schwirren um mich herum, ich versuche mich am einen oder andern festzuklammern, um nicht völlig in die Gegenflut zu geraten, um den Faden nicht noch mehr zu verlieren. Es klappt ganz gut, und es macht Spass. An meiner Wand hangen nun ein Dutzend Postkarten aus Berlin, aus der Stadt, die mir eingeflüstert hat, dass ich wiederkommen würde. Ich hab das Gefühl, sie flüstert das jedem Zweiten ein. Und jeder Zweite schwärmt dann solange allen andern was vor, dass auch noch nicht Angebissene hingezogen werden und ihr unterliegen. Musik spielt. Sufjan Stevens, von einem Freund geschenkt gekriegt. Local Natives, live erlebt und den Trommeln verfallen. Jason Mraz, um den Sommer noch ein wenig gefangen zu nehmen. Patrick Wolf, weil einfach. Ich hab mir ein Kinoabo geschenkt, um jeden Blödsinn schauen gehen zu können, und das in dreifacher Ausgabe. Piranha 3D. Der Film ist natürlich Schwachsinn, Splasher meets Porno mit einer Prise Teenieromantik. Aber ich hab mich köstlich amüsiert. Meine Erwartungen waren so tief, dass es nur besser werden konnte. In ein paar Wochen beginnt wieder die Uni, bis dahin geniesse ich. Und danach auch noch. La vie est belle.

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Megariesenblogpost voller SciFi, KungFu und anderen Dimensionen

Endlich hab ich meine fünfzehn Seiten Shakespeare-Essay fertig, drum hier meine Lieblinge der Filmorgie, die ich mir letzte Woche antat. Ich war nämlich auf einem Fantasyfilmfestival. Mein erstes Filmfestival – Campen, Schwitzen, Filme schauen, Frieren und viel lachen. Mein Körper meinte dazu nur:  „Wenn ich immer so von heiss auf kalt umstellen muss spiel ich nicht mehr mit! Da, Erkältung! Cope with it!“

Ondine
Eine Robbenmeerjungfrau (femme phoque, /fɔk/, auf französisch. Plötzliches pubertierendes Prusten im Publikum.) wird von einem einsamen Fischer..gefischt.
Ich dachte zuerst ich würde den Film nicht sehen, was meine Ungeduld und Erwartungen an den Film nur noch mehr in die Luft schellen liess. Und drum war ich etwas enttäuscht. Der Film ist schön, romantisch, kitschig und voraussehbar. Und sie haben einen tollen Akzent in Irland, aber das wussten wir ja alle schon.

Die Tür
Ich glaube, ich mag deutsche Filme. Sie haben oft was.. natürliches und doch ernstes. Ach keine Ahnung. Die Tür war nicht schlecht. Die anderen wollten noch Tage später darüber diskutieren, was alles möglich gewesen wäre. Ich fand ihn nicht wirklich umhauend, da ein Mix aus Butterfly Effect und …sonstwas, und somit schon dagewesen, aber ganz unterhaltsam. Weil ich deutsche Filme mag.

Strigoi
Fuck, ich bin eingeschlafen. Ich schlafe sonst nie ein während Filmen, vor allem nicht im Kino. Aber diese Woche hatte ich einen solchen Schlafmangel, dass ich mir ab dem zweiten Tag jeweils einen Film auswählte, bei dem ich einnicken konnte, ohne ein allzuschlechtes Gewissen zu haben. Weil ich bei Strigoi eingeschlafen war, und es sowas von bereute. Ich weiss immer noch nicht genau um was es ging, aber es spielte in einem dieser absolut supertollen Balkanländer voller lebensfroher Musik und leicht verrückten Charakteren. Ich weiss noch, dass es um Vampire gehen sollte, aber dass sie sich stattdessen mit allmöglichem Essen vollstopften. Und dass das widerlich war. Und dass irgendein alter Mann etwas von wegen sein Hund wurde von Kommunisten gestohlen schwafelte, und dass seine letzte Zigarette nicht mehr am richtigen Ort war, und sicher auch von Kommunisten gestohlen worden war. Die eine Zigarette. Ich fand das sehr witzig, obwohl ich keine Ahnung hatte, wieso er das sagte, weil ich vorher und nachher meine Augen geschlossen hatte und drum die Untertitel nicht lesen konnte.

Cargo
Ein typischer Sci-Fi-Film. Wäre er nicht von Schweizern gemacht worden, würden ihn doch alle mittelmässig finden.

Woochi
Mann, Woochi! WOOCHI! Die anderen fanden ihn zu lang, ich nicht, bin also wahrscheinlich an den richtigen Stellen eingenickt. Woochi ist super. Er ist Zauberer, glaube ich, und er erinnert an Captain Jack Sparrow, weil er auch so tollpatschig und voller Charme ist, aber dafür kann er richtig gut kämpfen. Und ich hätte nie gedacht, dass ich mal für einen asiatischen Typen flashe (Ich vermische Sprachen, jetzt versteht mich eh keiner mehr), aber schaut euch dieses Seitenlächeln an! Ausserdem hat er einen besten Freund, der sein Diener ist, der sein Pferd ist, der sein Hund ist. Oder so. Der Film spielt irgendwann irgendwo in Asien, kann das nicht so gut einordnen mit den zeitlichen Perioden in asiatischen Filmen. Jedenfalls nicht im modernen Tokio (vor allem weil der Film aus Korea kommt…), sondern in einem mittelalterlichen Kaff. Oder so. Und irgendwann waren alle auf einer Autobahn, und ich hab nichts mehr gecheckt, aber lustig wars trotzdem.

Metropia
Geschichten, die in einer fernen Zukunft handeln, wo irgendein totalitäres System regiert und sowieso alles schlecht ist es aber keiner bemerkt, finde ich ja sowieso super. Dystopien, nennt man diese Geschichten. Nur damit ich auch mal ein gescheites Wort bringen kann. Dieser Film spielte in einer solchen Welt, und dazu in einer richtig geilen Möchtegernzeichentrickfilmabernichtwirklichganz-Optik. Und total düster. Und auf schwedisch, ey. (Nein, stimmt nicht, der Film war auf englisch. Aber egal. Schwedische Produktion, ey. (Klingt grad weniger sexy.))

Mutant Girls Squad
Nur schon der Name. Ich sage nur: Viel Blut. Und dann noch ein wenig mehr Blut. Und Specialeffects, die sogar ich hingekriegt hätte, so schlecht waren die. Übrigens: Blut. Am Anfang gabs eine ach-so-ernste Einführung, wo die Eltern der in der Schule gemobbten Tochter erklären, dass sie Mutanten sind – irgendeiner schrie einfach rein: UNS DOCH EGAL, WIR WOLLEN BLUUUUUT! Ich liebe Festivals.

(lol, das Vorschaubild..)

Grande Ourse – La clé des possibles
Mann, dieser accent québécois. Ich kriege jedes Mal Lachanfälle, voll fies. Ein Typ kann in die Zukunft schauen und geht in eine Paralellwelt um seinen besten Freund zu retten, der von einer Hexe gekidnappt wurde. Oder sowas in der Art. Immer diese verzwickten Plots, da kommt mein übermüdetes Köpfchen gar nicht nach. Der Film hatte was von Adèle Blanc-Sec, so eine Comic Optik mit lustigen Farben und tollen Dialogen.

Summerwars
Ein japanischer Animationsfilm (Jaja, Anime) wo eine Art übermächtiges Internet gehackt wird und eine typische sympathische und durchgeknallte japanische Familie, die in einem lustigen Haus ohne Tische und Stühle aber mit Papierwänden, Videospiele gamen muss um die Welt zu retten. Mit ganz vielen Farben und noch mehr Farben! Spaaass!

Transfer
Noch ein deutscher Film der mir gefiel. Ein älteres deutsches Ehepaar hat die Gelegenheit in jungen, gesunden Körpern weiterzuleben. Diese Körper gehören zwei Schwarzen, die sie verkauft haben um ihre Familie back in Africa finanziell zu unterstützen. Voller moralischer Fragen, und doch richtig spannend ohne spiessig zu werden.(Ich finde keinen einzigen fucking Trailer. WTF.)

Wig
Ein Typ ist voller Angst, die Welt könnte entdecken, dass er eine Perrücke trägt, und schliesslich wusste es sowieso schon jeder. Haha, Spoil ohne Vorwarnung! Ich fand den Film langweilig, kann aber auch daran liegen, dass ich einen richtigen Scheissplatz abkriegte, weil wir zu lange in der Sonne rumgelümmelt haben/waren(?) und jegliches Zeitgefühl schmolz.

Tannöd
Dürrenmatt’s Versprechen meets…Oberbayern (Jaja, kein Schweizerdeutsch, liebe Romands!). Ich mag nicht nur Dystopien, ich mag auch strange und ungesunde Hinterwäldlermordsgeschichten, voller Inzest und unausgesprochenen Wahrheiten. Das Ende hat mich zwar etwas enttäuscht, aber ich mochte den Film trotzdem. Meiner Mutter würde er auch gefallen.

Tetsuo
Also eigentlich wollte ich ja zurück ins Zelt und schlafen. Weil zu Tetsuo lässt es sich nicht wirklich gut schlafen. Wirre Bilder die irgendwie nichts zeigen aber doch Angst machen und eine Tonspur die von absoluter Stille zu Ohrenzerfetzendem Krach geht. Auf und Ab, eineinhalb Stunden lang. Ich weiss jetzt dafür, wie es sich am Besten schlafen lässt in einem Kino, weil vom Plot hab ich ja trotzdem irgendwie nicht viel mitgekriegt, ausser dass ein Mann sich in eine Maschine verwandelt und …äh.. viel Gewalt. Irgendwie. Und Krach.

Enter The Void

Ich freute mich schon seit Anfang der Woche auf diesen Film, etwa so wie sich ein kleines Mädchen auf ihr Pony freuen würde. Er war einfach viel zu lang, und an manchen Stellen etwas unnötig pornographisch. Genau die Szene die oben im Teaser gezeigt wird hätte auch ruhig im Teaser bleiben können zum Beispiel. Oder so geschnitten sein können. Weil ich prüde bin. Schnitte kennt dieser Film übrigens kaum. Aber zurück zu meinem ultimativen Urteil: Ich bin noch immer von der Idee fasziniert. Dieser Vorspann! Und ich bin jetzt im Nachhinein begeistert von diesem Film, auch wenn ich während des Schauens eher vom Gegenteil überzeugt war.

Electric Dragon 80,000 V
Ich wartete den ganzen Film lang darauf, dass sich die Typen mit farbigen Elektrostrahlen die aus Gitarren kommen bekämpfen. Aber der Film war schwarz-weiss und die Gitarre nur da um darauf rumzukrachen. So.. fünf Minuten lang, non stop. Trotzdem: Ultime! GITTARÜÜÜ!

The Disappearance of Alice Creed
Good ol’english Thriller, bei dem man doch einiges schon von Anfang an zu wissen meint, obwohl es dann anders kommt. Aber man kann ja dann nach dem Film das Gegenteil behaupten. Und ja, es ist die Dame von der alle Typen die Prince of Persia gesehen haben träumen. Nein, ich hab Prince of Persia noch nicht geschaut, aber meine Mitkinobesucher haben es mir ganz schön klar gemacht, wer sie ist.

The Inhabited Island: Stranger
Dieser Film! So gut, weil eigentlich so schlecht! Ich wette, ich würde das Buch lieben, weil es einen in so eine total durchgeknallte Fantasy-SciFi-Welt abtauchen lässt, wo auf Papier alles logisch erscheint, aber auch Film dann nichts mehr klar ist. Und vor allem: Der Protagonist ist ein dauersmilender Blondschopf mit Pokémon Allüren, da er ständig seinen Namen wiederholt. Und der Film ist auf russisch, was mit der kyrillischen Schrift das Ganze noch exotischer aussehen lässt. Ich hab den zweiten Teil leider nicht sehen können, weil wir einen anderen Film schauen gegangen sind, aber wenn ich die Gelegenheit habe hole ich das definitiv nach. Spoilt mir also nicht, wer die Welt rettet!

Gallants
Ich steh normalerweise nicht so auf Kung-fu-Karate-Tai-Chi-Jackiechan-Kampffilme, so schön die Kampfchoregraphien auch sein mögen. Aber dieser war ganz schön unterhaltsam, fast schon herzzerbrechend. Mei, und ich red da von einem Kampffilm. Aber schaut euch das Bild an!

Und ich hab ausser Enter The Void keinen der Filme gesehen, die einen Preis gewonnen haben. Tumdum, scheiss auf Preise.

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