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Kochen und Serien

Ich fühl mich zwar wie eine fünfzigjährige Hausfrau wenn ich das so sage, aber: Ich hab einen Kochblog angefangen, auf dem ich momentan viel aktiver (und vor allem viel regelmässiger) blogge. Ich koche seit ein paar Jahren wirklich gerne und hab mir zum Ziel gemacht, jeweils alles zu fotografieren und schön zu übersetzen. Und ffs macht das viel Arbeit. Aber auch Spass, und es sieht geil aus. Den Kochblog (höhö) findet ihr also da drüben.

Ansonsten muss ich grad ein bisschen Liebe verstreuen, aufstreichen und verbreiten (spread the love) für ein paar Serien: Ganz ganz ganz toll ist Äkta människor, Schwedische Serie, in der es um künstliche Menschheit geht und der ewigen Frage, ab wann eine Emotion wirklich eine Emotion ist und ein Lebewesen ein Lebewesen. Und Schwedisch ist so eine fantastische Sprache – wenn man nicht richtig zuhört klingt es wie Schweizerdeutsch, und dann doch nicht.

Viel Bekannter, aber nichtsdestotrotz (dieses Wort…) gut: True Detective, mit der ich erkannte, dass Matthew McConaughey mehr ist als nur ein idiotischer Blondschopf. So viel mehr. Und wer sich das Ganze angeschaut hat und trotzdem nichts verstanden hat (oder wer sich spoilern lassen möchte und gerne Bildchen anschaut), hier eine schöne und viel zu komplizierte Infografik.

Und last but not least, zwei Zeichentrickfilmserien Cartoon-Serien, die ich superlustig finde und die politisch sehr inkorrekt sind. Und wahrscheinlich gerade deswegen so lustig. Die eine findet ihr fast komplett und ganz legal auf adult swim: Rick and Morty, von Community-Dan Harmon geschrieben und in der ein Morty mit seinem ekelhaften Wissenschaftler-Grossvater verrückte Abenteuer erlebt. Die andere ist Archer, wo Geheimagenten auf Leute schiessen und rumbumsen und sich vor allem sehr unterhaltende Dinge an den Kopf werfen. Repliken. Textdings. Dialog gut!

Und jetzt noch ein bewegtes Bildli, weil alle gerne Bildli haben. So viele hübsche Details! Mehr von diesen faszinierenden Gifs gibt hier.

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Feedreader, die Zweite

The Old Reader ist zwar immer noch schön und gut, aber mit meinen 120+ Feeds müsste ich zu Premium wechseln. Somit hab ich kurzerhand gegoogelt, was es sonst noch so seit der Google Reader-Krise auf dem free-and-awesome-Markt der Feedreader gibt, und bin nach einem zweiten Versuch mit Feedly (die Android App zeigt immer noch gewisse Posts doppelt oder gar nicht an!) und einem sehr kurzen aller-retour auf Bloglovin (Hübsch, aber weder Pocket-Integration noch Offline-Lesemöglichkeit) nun auf InoReader gestossen. Und ich hab noch keinen einzigen Nachteil gefunden. Sogar die App macht alles, was ich von ihr verlange. Und mehr. Und das mehr, welches ich nicht brauche, lässt sich abschalten. Und Werbung gibts auch keine, obwohl es eine Premium-Version gäbe. Und Pocket ist auch mit InoReader befreundet – hab ich schon erwähnt, wie toll ich Pocket finde? Pocket finde ich toll. Dadrauf lese ich Artikel im Zug, wenn ich mal nicht Radiolab höre. Radiolab finde ich nämlich auch toll. Ach, sogar übermegasupertoll. Die machen wunderbare Podcasts auf Englisch, zu allerlei Themen und die sind So. Gut. Geschnitten! (Ja, ich bin ein Schnitt-Nerd.)

Und so nebenbei bin ich immer noch an der Uni, analysiere Märchenübersetzungen und feministische Monster in amerikanischen Filmen und bin auch hiermit glücklich. Friede, Freude, Crèpes (wenn schon ich schon an Übersetzungen arbeite…). Das war jetzt aber ein positiver Post.

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lebensbericht

Brot.

Okay, ich dachte, das hätte ich schon gebloggt, aber anscheinend nicht. Brot also. Ab und zu vergesse ich Brot zu kaufen und dann fehlt mir das beim Frühstück. Und manchmal mache ich es dann selber. Und weil ich irgendwie die ganze Brotmagie gar nicht verstehe (man muss es stehen lassen, damit es magischerweise… grösser wird? Waswie…?) verlasse ich mich einfach auf ein Rezept, das ganz superduper ist. Wobei superduper so ein veraltetes, silly word ist. Anyway: Ich habs auf Pinterest gefunden, weil ich dort manchmal zuviel Zeit verbringe mit Rezepten weiterpinnen und es somit etwa zu meinem persönlichen Rezeptbuch geworden ist. Ursprünglich kommt das Rezept von diesem Blog: Simply So Good …und das Magische hier ist vor allem, dass man die Finger nicht in das ganze schleimige Gedingse stecken muss, sondern einfach drei, vier einfache Zutaten vermischt, und sie dann die ganze Arbeit übernehmen.

Brot

Ich hab keinen cast iron pot, ich benutze einfach meine Cakeform und vergisse immer, dass ich Alu drauftun müsste, und es klappt trotzdem ganz gut. Mein Brot ist dann immer etwas platt und relativ hart, aber da es so frisch und warm ist, geht es eh in einem Vormittag weg – das ist also gar nicht so schlimm. Yay Spass Backen.

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Feedreader

Google Reader verschwindet bald. Nach meiner ersten („!!!“) und zweiten („…ach was, Juli! Bis dann wird es bestimmt neue Alternativen geben“) Reaktion ist es nun doch langsam Zeit sich umzuschauen und einen neuen Feedreader zu suchen. Ich lese „meine“ Blogs am liebsten vor dem Schlafengehen auf meinem Android und am Morgen am Frühstückstisch auf meinem Laptop (hässliches Wort das). Drum brauch ich eine Alternative, die vom einen zum andern synchronisieren kann, oder die webbasiert ist, und trotzdem auf Android lesbar bleibt. Und ich muss die Artikel als „ungelesen“ markieren können, da ich vieles gerne später lese. Und bevor ich jetzt meine ultimative Liste starte musst du noisnoise.com deinem Feedreader hinzufügen (Because No is Noise, is good Music, yes) und alle Soundclouds laut abspielen.

Feedly
Auf allen Blogs stand vor zwei Monaten, dass Feedly uns alle retten würde. Ich muss zugeben, dass Feedly sehr hübsch ist. Es kann per Add-on im Browser oder per App gelesen werden und lässt einen auch schön alle Feeds direkt aus Google importieren. Ich war ganz Feuer und Flamme, wie auch der Rest der Welt es zu sein schien, bis die Android-App plötzlich gewisse Artikel dreimal hintereinander zeigte und andere wieder einfach als gelesen markierte, obwohl ich sie nie geöffnet hatte. Eine kurze Googlesuche ergab… nichts, ausser, dass Feedly bald ein Altar errichtet würde, mit Opfergaben für jede heruntergeladene App. Dann halt nicht Feedly.

gReader
Voller Hoffnung hab ich dann gReader im Appstore (sorry, im Google Play) runtergeladen, weil da stand, dass sie Google trotzen würden, und auch nach dem 1. Juli weiterbestehen würden. Irgendwie. Aber sie wissen halt auch noch nicht genau wie. Wahrscheinlich dank Synchronisierung mit Feedly… Äh ja. Die App funktioniert gut, manchmal taucht ein Werbebanner auf, und dann nerv ich mich wieder und suche eine andere App.

NewsBlur, Bazqux, Netvibes…
Alle irgendwie schön und gut, aber solange es völlig kostenlose Alternativen gibt, und mich die bezahlten nicht völlig vom Socker hauen werde ich mich weiter umschauen.

Curata Reader
Honestly nicht schlecht. Sieht wirklich hübsch aus, trotz oder eben dank sehr simplem Design und anscheinend reagieren sie auch recht auf Feedback. Müsste man im Auge behalten, da mir momentan einige Kleinigkeiten fehlen, wie zB. Artikel als ungelesen markieren zu können oder per Shortcuts navigieren zu können.

SwarmIQ
Vom Prinzip her nicht schlecht: Alles Nützliche ist da, das Importieren geht gut und schnell, es bestehen dieselben Shortcuts wie im Google Reader (u.a. „J“ und „K“ zum Navigieren)… und doch passt sich das Fenster absolut nicht auf meinen Bildschirm an. Es ist ein Detail, aber mir verleidet’s so einen Artikel zu lesen, wenn ich ständig hin- und herscrollen muss. Ausserdem steht nirgends etwas von FAQ oder wie man seinen Account löschen kann, was dann für mich aussieht, als hätte ich ihnen einfach meine Googledaten auf einem Silbertablett geliefert, ohne dass ich mich wieder rausschleichen kann.

The Old Reader
Mein jetziger Favorit. Eine App gibt’s zwar noch nicht, aber daran wird anscheinend gearbeitet. Und inzwischen sieht’s im Android Browser ganz passabel aus. Das Design ist ok, nicht viel Schnickschnack und übersichtlich. Die Shortcuts sind dieselben wie bei Google, und was mich vor allem überzeugt hat: Die Artikel können ganz einfach in Pocket integriert werden, meiner absoluten Lieblingsapp. So brauchts auch keine Offlinefunktion und es macht die fehlende App auch grad weniger schlimm. Und Soundcloud-Widgets sind sichtbar, nicht wie im Google Reader – drum gibt’s jetzt was vom ersten Kill Bill-Soundtrack, weil Tarantinos Musikwahl immer geht (obwohl der Gesang jetzt diskutierbar ist, aber funky guitar!):

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Île flottante

Ab und zu packt mich die Koch- und Backlust, und heute war’s eben für ein Dessert. Hier das Rezept, weil ichs sonst verlege.

Für 2 Personen:20130513_193053

2 Eier
1/4 l Milch
Vanillezucker
62.5g Zucker und dann noch zwei Esslöffel

Milch mit Vanillezucker und die Hälfte des Zuckers erhitzen. Währenddessen Eigelb mit dem restlichen Zucker mixen, dann wenn die Milch kocht, das Eigelbgemisch dazugeben und noch ein paar Minuten auf kleiner Hitze weiterköcheln lassen. Anschliessend in den Kühlschrank stellen.

Eiweiss steif schlagen, danach zwei Esslöffel Zucker hinzufügen und in Gussförmchen giessen. Diese dann in die Mikrowelle, auf höchster Hitze erwärmen und zusehen, wie sich das Eiweiss vergrössert. Abkühlen lassen und auf die Vanillesauce einschenken. Zum Schluss Caramel machen: Zucker und Wasser erwärmen und den Sirup anschliessend über die Sauce mit dem Eiweiss giessen. Tadaaa. Ist sehr ei-ig, aber gut. Und wie das Eiweiss in der Mikrowelle aufgeht ist unglaublich.

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Filmmarathon

Ich hab ja jetzt schon lange keine Filme mehr kommentiert und geh trotzdem im Durchschnitt einen Film pro Woche schauen, also ist es Zeit mal wieder Senf zu reden. Wir haben gestern einen richtigen kleinen Marathon gemacht und waren gestern drei verschiedene Filme schauen, einen schweizerischen, einen englischen und einen französischen. Der erste war erstaunlich gut, dafür dass er aus der Schweiz kommt, aber dann doch wieder nicht sooo gut, vor allem im Vergleich zu anderen Filmen: Win Win (kommt an dritter Stelle auf imdb, erstaunlicherweise, hrm.) Ist halt lustig, weil bekannte Gesichter/Orte vorkommen, vor allem wenn man in der Romandie lebt.

Ich hatte relativ tiefe Erwartungen an den zweiten Film, und er war dann erstaunlich gut. Ja gut, „gut“, in Anführungs- und Schlusszeichen. I Give It A Year, englische Komödie mit englischen Schauspielern plus Herr „Plastikface“ Mentalist. Der Film wäre eine echte romantisch-langweilige Schnulze wäre da nicht Stephen Merchant, der völlig obszöne und deplazierte Bemerkungen macht, während sich alle anderen Figuren über die Liebe, die Ehe und die Nicht-Liebe in der Ehe Gedanken machen. Uuuund ich wollte euch jetzt ein wunderschönes Video einbinden, so für Interaktivität and stuff (wobei ein Video ja gar nicht interaktiv ist), aber die Szene die mich zum Lachheulen brachte gibt es nicht auf Youtube, deshalb gibts jetzt einen Ausschnitt Wheatley in Portal 2, dem Stephen Merchant seine Stimme gibt:

Und jetzt geht alle Portal spielen, falls ihr es noch nicht gemacht habt.
Der dritte Film war L’écume des jours, von Michel Gondry. Ich liebe Gondrys Filme, und L’écume des jours hat mir ganz gut gefallen, trotz schlechter Benotung auf imdb. Ich hatte das Buch zwar nicht gelesen (zu meiner Schande wusste ich gar nicht, dass das ein Buch war) und jetzt will ich es lesen, weil es anscheinend völlig surrealistisch und wunderschön ist. Kein Wunder, wenn man den Film ansieht.
Als nächstes kommt wahrscheinlich The Great Gatsby dran, den ich gerade lese.

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Kowloon Walled City

Okay, ich mach nicht lange, weil ich bin echt müde, aber diese Kowloon Stadt ist mir jetzt schon dreimal über den Weg gestolpert, einmal über reddit, einmal wegen Ghost in the Shell, und jetzt wieder über Nerdcore, weil die South China Morning Post diese fantastische Zeichnung der Stadt publiziert hat. Grundsätzlich war die Kowloon Walled City eine Art Stadtteil Hongkongs, wo bis 1993 unglaublich viele Leute aufeinander wohnten und wo rechtlich eine ziemliche Grauzone bestand.

Kowloon Walled City

Faszinierend und irgendwie gruselig zugleich. Ich empfehle übrigens wärmstens diesen deutschsprachigen Dokumentarfilm auf Youtube:

Uuund schlussendlich noch ein Podcast, den ich aber noch nicht gehört habe, aber dessen Begleittext all das und vieles mehr erklärt (und vor allem Bilder zeigt).

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