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Ein paar gute Dinge

Good to know: Auf Safari Chrome funktioniert scroblr die Last.fm Scrobbler-Extension. Auch auf Soundcloud. Und Soundcloud ist wunderbar.

Life is StrangeIch mochte Chloe von Anfang an nicht. Und ich mochte sie somit auch am Schluss nicht. Aber das Spiel an sich ist sehr interessant. It’s a bit all over the place und die Dialoge sind meistens sehr cringeworthy und awkward. Manche Episoden wissen nicht so recht, was sie wollen und wozu sie existieren, aber wer gerät schon nie in Existenzkrisen. Would still recommend, einfach weil es so anders ist, Telltale Games meets Teenage Angst. Ach und Warren. <3

Jan Böhmermanns 100 Fragen nach Paris: Zuerst: Als Romandiemädchen kenne ich Jan Böhmermann nicht. Als ich auf dem wunderbaren Nerdcore-Blog die 100 Fragen gesehen hab, hat mich das nicht nur an Max Frischs Fragebogen erinnert, sondern gleichzeitig ermuntert und deprimiert. Deswegen verlink ichs hier. Im Nachhinein hab ich dann gesehen, wieviele Menschen Jan Böhmermann anscheinend scheisse finden und seine Fragen ebenso, jetzt muss ich nur noch rausfinden, warum.

Podcasts: Mein momentaner absoluter Lieblings-Podcastnetwork ist Gimlet Media, wo unter anderem Reply All produziert wird, wo zwei charmante Herren (der eine nuschelt zwar, aber der andere lacht wunderbar) sehr informiert, recherchiert und gut aufgebaut übers Internet diskutieren (…sie diskutieren gut aufgebaut. Deutsch.). Passend zu den 100 Fragen von oben machten sie vor einiger Zeit ein sehr interessantes Interview mit Journalistin Rukimini Callimachi (dessen Namen ich jetzt geschätzte dreiundfünfzig Mal falsch gegoogelt habe) zu Daesh:

Und weil es eben so interessant ist, hier noch ein weiteres Interview zu ihrer Arbeitsweise und generell zu ihrem Leben, diesmal vom Longform Podcast.

Stand Still. Stay Silent.: Vor einiger Zeit ging dieses wunderschöne Bild eines Sprachbaumes im Internet herum:

Die Künstlerin dahinter ist Minna Sundberg, und sie gestaltet einen SO. SCHÖNEN. Webcomic unter http://sssscomic.com, von dem ich es kaum erwarten kann, ein Buch zu bestellen. Die Geschichte ist postapokalyptisch und mythologisch zugleich, mit ganz viel Sprachnerdism und habe ich schon erwähnt, dass es wunderschön gestaltet ist? Ich fangirle sehr. (Deutsch. Again.) 

Wait But Why: Ganz lange Artikel zu sehr interessanten Dingen, hier verlinkt: The AI Revolution: The Road to Superintelligence, warum wir uns vor künstlicher Intelligenz fürchten müssen, oder eben nicht. (Aber eigentlich schon ein bisschen)

Und zum Schluss noch ein bisschen Musik bevor wir alle wieder bereuen, wie scheisse die Welt momentan ist:

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Podcasts

Bis vor einem Jahr ging ich nicht ohne Musik aus dem Haus. Das war ein ständiges Problem, so zwischen Android und MacBook, zwischen iTunes und WasauchimmerMusikabspielenwill auf dem Handy. Das Problem ist irgendwie immer noch nicht gelöst, schliesslich habe ich weder Geld für ein anständiges Mobilabo noch für Spotify. Aber neuerdings höre ich kaum mehr Musik wenn ich aus dem Haus gehe, sondern Stimmen (wow das klingt super). Was ich sagen will: Ich bin auf Podcasts umgestiegen. Hier meine Top wievielauchimmer und dazu zwei Worte zu Podcatchers Podcast Apps. (Inspiriert von @iheartpluto, der nach guten Podcasts im Stil von This American Life / Invisibilia fragte – da ich aber weder noch kenne, gibts ein Blogpost. Logisch. Ja und das mit Twitter und Verlinken hab ich noch nicht verstanden.)

Momentan benutze ich AntennaPod (getestet hatte ich ganz viele mehr, aber natürlich hab ich mir das nirgends notiert). Funktioniert, ist simpel und hübsch gestaltet und …ich dachte die App spule um einige Sekunden zurück nach längerem Pausieren, aber vielleicht habe ich das auch nur geträumt, beim direkten Testen funktioniert das natürlich so nicht. Anyway. Angefangen (als würde ich von einer Einstiegsdroge sprechen) hatte ich ja mit Radiolab und Hello Internet. Beide gehören zum Genre des „Two Dudes Talking“, wobei Radiolab um einiges besser recherchiert und vor allem vorbereitet wird. Aber Hello Internet ist trotzdem fantastisch. Endless rambling fun.

Slate’s Working: Hab ich zuerst reingehört, weil René auf Nerdcore das verlinkt hatte. Sind etwa halbstündige Interviews, in der diverse Personen ihren Berufsalltag beschreiben, und das geht von einem Pfarrer zu Stephen Colbert. Ist superinteressant (das werd ich jetzt nach jedem Podcast hinschreiben können).

TLDR: Es sind sehr kurze, vielleicht zehnminütige Episoden, die ein random Thema aus dem weltweitem Web diskutieren, und oft sehr unterhaltsam sind. Hier (vielleicht, falls das mit dem embedden klappt) eine Folge die mir besondern gefallen hatte:
(#10 – One hundred songs in a day)

99% Invisible: Gehört ebenfalls zu den bekannteren Podcasts. Roman Mars weist auf kleine, quasi unsichtbare Seiten der Design- und Architekturwelt hin – zum Beispiel habe ich gerade eine Folge zum Design von Geldnoten gehört. Sind leider oft sehr visuelle Themen, was für Unterwegs-Podcasts nicht immer praktisch ist.

Für Musikbegeisterte kann ich Song Exploder und Meet the Composer wärmstens empfehlen. Bei Song Exploder stellen Musiker jeweils einen ihrer Songs vor, erzählen wie er entstanden ist und nehmen ihn bis zu einzelnen Instrumentspuren auseinander. Die Folgen dauern jeweils etwa eine Viertelstunde.
Meet The Composer sind stündige Shows, in denen ein moderner Orchesterkomponist interviewt wird, sein Leben und sein Werk vorstellt. Die Musik hierzu ist also oft sehr viel grandioser als bei Song Exploder (und manchmal sogar ein bisschen anstrengend), aber da der Schreibprozess erklärt wird, sind die Stücke trotzdem einigermassen zugänglich.
Hier Song Exploders erste Folge:

(Wow, das ist gross.)

Und sonst habe ich noch StartUp in meiner Liste, wo ein Typ Schritt für Schritt erklärt, wie er ein Startup-Business zu beginnen versucht, und Slates Lexikon Valley, in dem diverse Wörter und deren Etymologien erklärt werden.

Und jetzt merke ich, dass das alles englischsprachige Podcasts sind. Es gibt bestimmt hörenswerte deutsch- und französischsprachige Podcasts, kann mir da jemand etwas empfehlen?
Ich downloade jetzt Invisibilia und Serial, beide sollen sehr empfehlenswert sein.

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erlebt, kulturkritik, lebensbericht, motzgurke

Liebe Eltern, Grosseltern und Medien

Heute Morgen bin ich sehr genervt aufgestanden. Das hilft, um schnell wach zu werden. Der Grund meines Genervtseins war ein Radiobeitrag. Ich benutze seit ich klein bin einen Radiowecker, der seit einigen Jahren nun keine Kackpopmusik mehr spielt, sondern mich mit den Nachrichten und oft auch gesellschaftlichen Diskussionen weckt. Und heute Morgen ging es um Videospiele. Und nicht etwa um die ewige Frage, ob Videospiele für Kinder geeignet sind oder ob Videospiele Gewalt fördern – diesmal ging es um eine neue Studie, die aufzeigt, dass Videospiele kognitive Fähigkeiten fördern. Der betroffene Forscher war natürlich sehr vorsichtig und wägte seine Worte, um zu präzisieren, dass es sich um Actionspiele handle und dass „kognitive Fähigkeiten“ ein sehr breiter Begriff sei. Trotzdem habe er und viele andere Forscher seit mehreren Jahren festgestellt, dass Actionspiele nützlich für allerlei Gehirnsachen sei.

Soweit so gut. In der Opposition befand sich aber ein Rektor und ein Kinderpsychiater, die zwar die Studien keineswegs verneinen wollten, aber doch aus ihrem Standpunkt als Kinderpsychiater und Rektor argumentierten, dass gewalttätige Spiele für Kinder nichts Gutes sei.

Merkt man schon, worauf ich rauswill?

Natürlich riefen dann besorgte Grosmamis an und aufgerührte Kindergärtner spammten den Twitterfeed des Radios voll: Die heutigen Kinder spielen nicht mehr draussen, Skandal! Die heutigen Kinder haben immer eine Maschine zwischen sich und ihren Gspändlis, Haaresträubend! Die Kinder seien asozial, Empörend! Und das alles wegen diesen gewaltverherrlichenden Videospielen!

Und der Forscher in der ganzen Sache fing an zu stammeln. Natürlich seien Gewaltgames nicht so gut für Kinder. Aber gewisse Games helfen doch auch, soziale Fähigkeiten zu gewinnen, indem mit anderen Spielern oder mit den Figuren interagiert werde. Worauf der Kinderpsychiater einwarf, dass die Kinder, mit denen er arbeite, oft nach Spielen wie Grand Theft Auto oder Call of Duty süchtig seien. Der Moderator: Ja, ja, nix lernen. Die Grosmamis: Genau, böse Spiele.

Die ursprüngliche gute Nachricht, dass Actiongames gewisse kognitive Fähigkeiten verbessern, ging vergessen.

Deswegen bin ich so genervt aufgestanden:

1. Videospiele werden alle in einen Sack gesteckt. Alle Videospiele sind Call of Duty und Grand Theft Auto.

2. Es wird von Anfang an das Wohlbefinden der Kinder hineingezogen, auch wenn Kinder nichts mit der Studie zu tun hatten. Es ging um Actiongames und ihre Auswirkungen auf das menschliche Gehirn. Ja, auch Kinder haben ein Gehirn. Ja, auch Kinder spielen Games. Aber Erwachsene genauso.

3. Anstatt sich auf die Ursprungsfrage zu konzentrieren, wird ein Abschweifen vom Thema durch den Radiomoderator sogar veranlasst, indem Erziehungskräfte eingeladen werden. Die Argumente, Sorgen und Erfahrungen von Rektorinnen, Schulpsychologen und Lehrer sind sehr interessant und oft im Bezug mit Games sogar positiv. Aber anstatt sie zu fragen, wie sie Spiele im Unterricht einsetzen oder wie sie Games im Bezug zu den schulischen Fähigkeiten Ihrer Schüler erleben, werden sie aufgefordert nur im Zusammenhang zu Ausnahmefällen (süchtige Kinder, überforderte Eltern, gewalttätige Reaktionen) Stellung zu nehmen.

Liebe Medien,
Ich weiss, dass hetzerische und skandalträchtige Überschriften euch mehr Likes und Shares auf Facebook geben. Ich weiss schon, dass ihr nur deswegen unter dem Übertitel „Machen Games unsere Kinder gescheiter?“ ein Bild eines bewaffneten Soldaten aus Call of Duty gesetzt habt. Es ist trotzdem scheisse, weil sich dann die Grosmamis und Eltern aufregen und sich nicht auf die Rechercheresultate des Wissenschaftlers konzentrieren, sondern euch entzürnt anrufen. Und bitte, setzt doch wenigstens auf eurer Webseite einen Link zu irgendetwas, wo man sich zum Thema informieren kann.

Liebe Eltern,
Wenn in der Zeitung steht, dass der Kinofilm Gone Girl „Freigegeben ab 16“ ist oder auf der DVD für Saw 6 fett „ab 18“ steht, dann werden diese Filme dem 12jährigen Sohn nicht gezeigt. Wieso kauft ihr ihm dann Far Cry 4 und GTA V, wenn auf deren Verpackungen genau dasselbe steht? Händler in der Schweiz „dürfen nur Spiele verkaufen, die über eine PEGI-Auszeichnung verfügen, müssen Alterskontrollen an den Kassen sicherstellen und Werbung von 16+/18+ Produkten einschränken. Wird die Alterskontrolle beim Verkauf nicht sichergestellt, sieht der Kodex Sanktionen vor, die bis zum Lieferboykott gehen können“ (Quelle).
Können wir das ein für allemal klar stellen und aufhören bei jedem Medienbeitrag über Videospiele zu debattieren, ob Spiele ab 18 für Kinder geeignet sind? Nein, sie sind es nicht. Deswegen sind sie ab 18. Punkt.
Ach und bitte beklagt euch nicht, dass euer Kind nächtelang gamed gamt Videospiele spielt. Das ist nicht unser Problem.

Liebes Grosmami,
Ja, die heutige Jugend gleicht nicht deiner Jugend. Heute gibt es Smartphones und Tablets. Heute gibt es das Internet. Das gab es alles nicht, als du 12 warst. Ich verstehe das. Dir wird oft das Argument präsentiert, dass der Buchdruck zuerst auch verteufelt wurde – aber Lesen findest du doch jetzt auch etwas tolles, oder? Natürlich gibst du deinem Enkelkind nicht 50 Shades of Grey auf Weihnachten (doch, ich weiss, dass du es kennst, schau nicht so unschuldig. Du gehörst genau zum Zielpublikum). Mit diesen neuen Medien ist es ähnlich. Und dass sie zur heutigen Welt gehören, ist nun einmal so. Aber wenn du es so unverständlich findest, dass deine Enkelkinder nicht mehr miteinander sprechen, sondern nur auf ihre Maschinen schauen, dann frag sie doch, dass sie es dir erklären. Probier es doch mal selber aus.

Können wir jetzt zurück zu diesen interessanten Forschungsresultate kommen und aufhören, aktuelle Erziehungsprobleme zu debattieren?

 

Übrigens habe ich beim Schreiben entdeckt, dass auf IMDB unter „Parents Guide“ sehr detailliert Elemente und Filmpassagen aufgezählt werden, die nicht unbedingt kindgerecht sind. So kann sich der Elternteil selber ein Bild vom Film machen, wenn er oder sie der Einstufung der Kommission zum Jugendschutz im Film nicht vertraut. Hier zum Beispiel zu Gone Girl (Achtung Spoiler).
Und hier noch ein paar Links zu diversen Studien zum Thema.

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gelesen, kulturkritik

Kultur_roundup

Woah, mann, war ich lange nicht mehr auf dem Internet. Ich meine ja, nein, natürlich bin ich ständig online, so zwischen Feedreader und Facebook, Google-Suchen und Mails. Aber ich teile seit einem Weilchen nichts mehr auf keine meiner drei vier Blogs. Und zwar ganz einfach, weil ich so viel zu viel zu tun hatte. Ich leite ein Kurzfilmfestival (wobei dies fast schon im Präteritum stehen müsste) und das frisst einem die Zeit. So vor dem Schlafengehen noch kurz die Mails anschauen, und morgens als erstes die Mails anschauen, und während dem Lernen für die Uni (ach who am I kidding, das hab ich seit way too long nicht mehr gemacht) die Mails anschauen. Viel Mails anschauen in den letzten Monaten.

So. Jetzt aber Schluss. Jetzt wird geschrieben. Und zwar mein Mémoire (nicht zu verwechseln mit les Mémoires, die Memoiren) und Blogeinträge und Uniarbeiten. Für ersteres habe ich zwar immer noch kein Thema, zweiteres bin ich ja jetzt daran, und dritteres soll von Sirenen und Nixen, Undinen und Wasserfrauen sprechen – sowie diverse Übersetzungsarbeiten, die zum Teil ebenfalls zu definieren sind. Und mich zum Teil völlig aus dem Häuschen sein lassen, aber darüber ein anderes Mal mehr.

Vielleicht ein kurzes Kultur_roundup (war ein Tippfehler, aber sieht doch hübsch aus?), weil ich das lange nicht mehr gemacht habe, und ich dies einfach auch am Liebsten mache? Podcastwise (ich muss lernen, wieder Deutsch zu schreiben) kann ich nach Radiolab nun Hello Internet stärkstens empfehlen. CGP Grey (ja, der von den Videos) spricht mit Brady (ja, auch der von den Videos) über Internetdinge. Und es ist erstaunlich interessant anzuhören.

Dann. Ich hab jetzt ein Kindle, dank dem besten Menschen, und es ist angenehmer darauf zu lesen, als ich es dachte. Vor allem lese ich schneller als mit einem „richtigen“ Buch. Ich war ja schon seit den Humble Bundles grosser Bundle-fan (zur Erklärung: Man zahlt was man möchte und kriegt dafür ein „Körbchen“ voller Etwassen, sei das Spielen, Bücher, Musik,…) und jetzt habe ich mir von Story Bundle das Steampunk Bundle heruntergeladen. Als erster habe ich The Machine God von MeiLin Miranda fertiggelesen – und ich freue mich, dass noch drei weitere Bücher in derselben Welt auf mich warten! Das Buch wurde gekickstarted (soviel zu Deutsch lernen) und gehört zu den Drifting Isle Chronicles, das wiederum aus weiteren gekickstarteten Büchern besteht. All diese Geschichten spielen in derselben Welt, wurden aber von verschiedenen Autoren geschrieben. Ein interessantes Konzept, und ich bin gespannt, ob die weiteren Bücher genauso kurzatmig und packend sind, wie das Erste.

Und dann noch gamingwise (Ja, ich komm trotz vielem Arbeiten zu meinen Hobbies, blogging apart) kann ich Shadowrun Returns und sein DLC Dragonfall sehr, sehr, sehr empfehlen. Ich habe Entzugserscheinungen. Ich kannte das Universum überhaupt nicht, obwohl es allen Anscheins nach schon etwas älter ist (genauso alt wie ich, und für ein Spiel ist das doch recht alt). Es ist turn-based, was mich als reflexloses Dingens sehr freut, da kann ich immer schön lange überlegen, wen ich von welcher Seite aus angreifen möchte. Ausserdem hat es mir diese Welt einfach angetan: Cyberpunk, mit Fantasyelementen. Futuristisch, aber doch romantisch. Dreckig und urban, aber mit wunderbaren Illustrationen und Grafiken. Ich meine, schaut euch diese Charakterdesigns an!

Shadowrun Returns

Und das Beste: Auch wenn man das Spiel durchhat, kann man dank einer sehr aktiven Fanbase im Steamworkshop weitere (fanmade) Abenteuer durchspielen. So. Und jetzt wird weitergearbeitet.

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Kochen und Serien

Ich fühl mich zwar wie eine fünfzigjährige Hausfrau wenn ich das so sage, aber: Ich hab einen Kochblog angefangen, auf dem ich momentan viel aktiver (und vor allem viel regelmässiger) blogge. Ich koche seit ein paar Jahren wirklich gerne und hab mir zum Ziel gemacht, jeweils alles zu fotografieren und schön zu übersetzen. Und ffs macht das viel Arbeit. Aber auch Spass, und es sieht geil aus. Den Kochblog (höhö) findet ihr also da drüben.

Ansonsten muss ich grad ein bisschen Liebe verstreuen, aufstreichen und verbreiten (spread the love) für ein paar Serien: Ganz ganz ganz toll ist Äkta människor, Schwedische Serie, in der es um künstliche Menschheit geht und der ewigen Frage, ab wann eine Emotion wirklich eine Emotion ist und ein Lebewesen ein Lebewesen. Und Schwedisch ist so eine fantastische Sprache – wenn man nicht richtig zuhört klingt es wie Schweizerdeutsch, und dann doch nicht.

Viel Bekannter, aber nichtsdestotrotz (dieses Wort…) gut: True Detective, mit der ich erkannte, dass Matthew McConaughey mehr ist als nur ein idiotischer Blondschopf. So viel mehr. Und wer sich das Ganze angeschaut hat und trotzdem nichts verstanden hat (oder wer sich spoilern lassen möchte und gerne Bildchen anschaut), hier eine schöne und viel zu komplizierte Infografik.

Und last but not least, zwei Zeichentrickfilmserien Cartoon-Serien, die ich superlustig finde und die politisch sehr inkorrekt sind. Und wahrscheinlich gerade deswegen so lustig. Die eine findet ihr fast komplett und ganz legal auf adult swim: Rick and Morty, von Community-Dan Harmon geschrieben und in der ein Morty mit seinem ekelhaften Wissenschaftler-Grossvater verrückte Abenteuer erlebt. Die andere ist Archer, wo Geheimagenten auf Leute schiessen und rumbumsen und sich vor allem sehr unterhaltende Dinge an den Kopf werfen. Repliken. Textdings. Dialog gut!

Und jetzt noch ein bewegtes Bildli, weil alle gerne Bildli haben. So viele hübsche Details! Mehr von diesen faszinierenden Gifs gibt hier.

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kulturkritik, linkliste

Feedreader, die Zweite

The Old Reader ist zwar immer noch schön und gut, aber mit meinen 120+ Feeds müsste ich zu Premium wechseln. Somit hab ich kurzerhand gegoogelt, was es sonst noch so seit der Google Reader-Krise auf dem free-and-awesome-Markt der Feedreader gibt, und bin nach einem zweiten Versuch mit Feedly (die Android App zeigt immer noch gewisse Posts doppelt oder gar nicht an!) und einem sehr kurzen aller-retour auf Bloglovin (Hübsch, aber weder Pocket-Integration noch Offline-Lesemöglichkeit) nun auf InoReader gestossen. Und ich hab noch keinen einzigen Nachteil gefunden. Sogar die App macht alles, was ich von ihr verlange. Und mehr. Und das mehr, welches ich nicht brauche, lässt sich abschalten. Und Werbung gibts auch keine, obwohl es eine Premium-Version gäbe. Und Pocket ist auch mit InoReader befreundet – hab ich schon erwähnt, wie toll ich Pocket finde? Pocket finde ich toll. Dadrauf lese ich Artikel im Zug, wenn ich mal nicht Radiolab höre. Radiolab finde ich nämlich auch toll. Ach, sogar übermegasupertoll. Die machen wunderbare Podcasts auf Englisch, zu allerlei Themen und die sind So. Gut. Geschnitten! (Ja, ich bin ein Schnitt-Nerd.)

Und so nebenbei bin ich immer noch an der Uni, analysiere Märchenübersetzungen und feministische Monster in amerikanischen Filmen und bin auch hiermit glücklich. Friede, Freude, Crèpes (wenn schon ich schon an Übersetzungen arbeite…). Das war jetzt aber ein positiver Post.

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Brot.

Okay, ich dachte, das hätte ich schon gebloggt, aber anscheinend nicht. Brot also. Ab und zu vergesse ich Brot zu kaufen und dann fehlt mir das beim Frühstück. Und manchmal mache ich es dann selber. Und weil ich irgendwie die ganze Brotmagie gar nicht verstehe (man muss es stehen lassen, damit es magischerweise… grösser wird? Waswie…?) verlasse ich mich einfach auf ein Rezept, das ganz superduper ist. Wobei superduper so ein veraltetes, silly word ist. Anyway: Ich habs auf Pinterest gefunden, weil ich dort manchmal zuviel Zeit verbringe mit Rezepten weiterpinnen und es somit etwa zu meinem persönlichen Rezeptbuch geworden ist. Ursprünglich kommt das Rezept von diesem Blog: Simply So Good …und das Magische hier ist vor allem, dass man die Finger nicht in das ganze schleimige Gedingse stecken muss, sondern einfach drei, vier einfache Zutaten vermischt, und sie dann die ganze Arbeit übernehmen.

Brot

Ich hab keinen cast iron pot, ich benutze einfach meine Cakeform und vergisse immer, dass ich Alu drauftun müsste, und es klappt trotzdem ganz gut. Mein Brot ist dann immer etwas platt und relativ hart, aber da es so frisch und warm ist, geht es eh in einem Vormittag weg – das ist also gar nicht so schlimm. Yay Spass Backen.

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